Abstract
Die beim Bau von unterirdischen Infrastruktur- und Forschungsprojekten anfallenden großen Mengen an Aushubmaterialien stellen erhebliche ökologische und logistische Herausforderungen dar. Auch im Zuge des ab 2035 geplanten Baus des rund 100 km langen Teilchenbeschleunigers ¿Future Circular Collider (FCC), welcher als Nachfolger des High-Luminosity Large Hadron Collider (HL-LHC) am CERN geplant ist, ist mit umfangreichem Mengen an Molassematerial zu rechnen, dessen Verwertung frühzeitig zu berücksichtigen ist. Ziel dieser Arbeit ist die experimentelle Untersuchung der Eignung thermisch aktivierter Molasse für den Einsatz in hydraulisch gebundenen und alkali-aktivierten Werkstoffen. Das aus dem Genfer Becken stammende Material wurde zunächst gemahlen, calciniert und anschließend zur Herstellung von Ziegelprobekörpern eingesetzt. Die mechanischen Eigenschaften wurden durch 3-Punkt-Biegezugversuche sowie die uniaxiale Druckfestigkeitsprüfungen (UCS) nach 7, 14 und 28 Tagen untersucht. Die Messergebnisse ermöglichen eine erste materialtechnische Bewertung der calcinierten Molasse hinsichtlich ihrer Reaktivität und Festigkeitsentwicklung. Dabei zeigten ausschließlich die alkali-aktivierten Probekörper eine ausreichende Festigkeitsentwicklung, während die hydraulisch gebundenen Ziegel nur geringe Druck- und Biegezugfestigkeiten erreichten. Damit zeigt calcinierte Molasse insbesondere im alkali-aktivierten Zustand Potenzial für den Einsatz in ressourceneffizienten CO2-reduzierenden Baustoffen.
| Titel in Übersetzung | Calcined Molasse: Production, Properties, and Applications |
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| Originalsprache | Deutsch |
| Qualifikation | Dipl.-Ing. |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 19 Dez. 2025 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2025 |
Bibliographische Notiz
nicht gesperrtSchlagwörter
- Calcinierte Molasse
- Ziegelherstellung
- Tunnelausbruchmaterial
- CERN
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