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Das COMET-Projekt COMMBY - Aufbau eines fachübergreifenden Forschungsnetzwerkes zur Nutzung metallhältiger Nebenprodukte

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikelForschung

Abstract

Recycling spielt seit langem in vielen Bereichen eine nicht mehr wegzudenkende Rolle. In der Metallurgie ist vor allem die Wiederverwertung von Schrotten weit verbreitet und neben primären Erzen eine wichtige Quelle für viele Metalle. Eine alternative Rohstoffressource stellen aber auch Nebenprodukte, welche in allen Metallherstellungsrouten anfallen, dar. In vielen Fällen werden diese jedoch nicht verarbeitet, wodurch oft beachtliche Mengen an gewinnbaren Wertstoffen verloren gehen. Außerdem stellt die Deponierung dieser Reststoffe Firmen vor große Probleme, da sie häufig als gefährlicher Abfall eingestuft werden, was mit erhöhten Auflagen und Kosten einhergeht. Da diese Materialien sich aber aufgrund ihrer Entstehung teils erheblich von primären Erzen unterscheiden, ist eine Evaluierung des Materials und das Einbringen in bestehende Prozesse oft schwierig beziehungsweise nicht möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass es für sekundäre Rohstoffe keine Beurteilungsverfahren gibt, wie sie für primäre Lagerstätten seit langem üblich sind. Solche Verfahren sind ein wesentlicher Faktor, um Firmen und Investoren Sicherheit in Bezug auf die Beurteilung dieser Ressourcen zu geben.
Das Projekt „COMMBY“ wurde an der Montanuniversität Leoben ins Leben gerufen, um die Verwertung von metallurgischen Nebenprodukten zu forcieren. In Zusammenarbeit mit sieben Industriepartnern werden verschiedene Reststoffe beurteilt und entsprechende Prozesse entwickelt und optimiert. Ein wichtiges Ziel dieses Projekts ist es, ein Beurteilungsschema für sekundäre Rohstoffe zu entwickeln. Dieses Schema wird im Aufbau prinzipiell jenem für primäre Rohstoffe ähneln, allerdings an die besonderen Eigenschaften und Herausforderungen von metallurgischen Reststoffen angepasst sein.
Diese Veröffentlichung stellt die Hintergründe des Projektes COMMBY im Überblick vor und präsentiert die Schwerpunkte „Charakterisierung“, „Evaluierung von Halden“ und „Evaluierung der Verfahrenstechnik“. Anhand von Beispielen bisher erfolgter Arbeiten werden einige Besonderheiten und Herausforderungen in der Evaluierung metallurgischer Nebenprodukte aufgezeigt.
OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)338-345
Seitenumfang8
FachzeitschriftBerg- und hüttenmännische Monatshefte : BHM
Jahrgang2020
AusgabenummerBand 165, Heft 8
Frühes Online-Datum5 Aug. 2020
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1 Sept. 2020

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