Das Nasselektrofilter als Erweiterung der REA - Technologie

Martin Michael Mikl

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenDissertation

127 Downloads (Pure)

Abstract

Um zukünftigen Abforderungen bezüglich Staub und Aerosolabscheidung in Rauchgasen gerecht werden zu können, wurde eine Versuchsanlage konzipiert, die eine integrierte Kombination bestehend aus REA-Sprühturm und Nasselektrofilter enthält, um dessen diesbezügliche Tauglichkeit zu verifizieren. Die Integration des Nasselektrofilters in das REA (Rauchgasentschwefelungsanlage)-Sprühturmkonzept sollte hervorragende Abscheidegrade sowohl für Staub- als auch für Säurenebel ermöglichen, welche die des alleinigen REA- Sprühturms bei weitem übertreffen. Die diesbezüglichen Erwartungen an das Nasselektrofilter waren hoch, da es als Teil des REA-Sprühturms konzipiert wurde, und sich nicht nachteilig auf die Effizienz des REA-Sprühturms und dessen Auslegung auswirken durfte. Dies bedeutete, dass das Nasselektrofilter bei wesentlich höheren Leerrohrgeschwindigkeiten (4-5 m/s) als üblich (< 3 m/s) eingesetzt wird und dennoch Staub- und Säurenebelabscheidegrade über 90% erzielt werden müssen. Dabei darf es auch zu keiner Einschränkung der Anlagenverfügbarkeit kommen, welche durch Sprühelektrodenbrüche durch zu hohe mechanische Beanspruchung (Schwingungen) bei zu hoher Leerrohrgeschwindigkeit, denkbar ist. Im Rahmen des 16 monatigen Versuchsbetriebs konnten sowohl die Erreichung der angestrebten Abscheidegrade, als auch die Betriebstauglichkeit hinsichtlich Verfügbarkeit und Verschmutzung des Nasselektrofilters gezeigt werden. Eine der Hauptzielsetzungen dieser Untersuchung war es, Fraktionsabscheidegrade hinsichtlich der Partikelkorngröße, in Abhängigkeit der Strömungsgeschwindigkeit, sowie der Schadstoffkonzentrationen zu ermitteln, sowie zu überprüfen ob Grenzwerte von ≤ 1 mg/Nm³ tr. 6% O2 gesichert erreichbar sind. Ein wesentlicher Vorteil dieser Versuchsanlage besteht darin, durch die Rauchgasabnahme vom Standortkraftwerk, sehr realitätsnahe Versuchsbedingungen realisieren zu können. Zusätzlich wurde die Möglichkeit zur Dosierung von Staub- und Säurenebel geschaffen um ein möglichst breites Betriebs/Versuchsfenster zu ermöglichen. Dazu wurde der im letzten elektrischen Feld des Kraftwerks-Elektrofilters abgeschiedene Staub herangezogen und durch Mahlen, Klassierung und Analyse ein für die Versuche definierter Einsatzstoff geschaffen. Über ein pneumatisches Fördersystem wurden die gewünschten Staubkonzentrationen für die Versuchsanlage eingestellt. Unter Einsatz einer Schwefelverbrennungsanlage mit nachgeschalteten Oxidationskatalysator wurde die benötigte Bandbreite an Säurenebelkonzentrationen bereitgestellt. Durch die Installation der Versuchsanlage in der beschriebenen Form wurde die Basis für die Erfassung und Auswertung unterschiedlichster Lastfälle geschaffen.
Titel in ÜbersetzungThe wet electrostatic precipitator as an extension of the REA technology
OriginalspracheDeutsch
QualifikationDr.mont.
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Woschitz, Rudolf, Beurteiler B (extern), Externe Person
  • Weiß, Christian, Beurteiler A (intern)
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2018

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 26-05-2023

Schlagwörter

  • Nasselektrofilter
  • NEF
  • Elektrofilter
  • Staubabscheidung

Dieses zitieren