Abstract
Um das österreichische Programm zur Energiewende 2050 und die angestrebte Klimaneutralität bis 2040 zu unterstützen, muss das nationale Energiesystem strukturell transformiert werden. Zentrale Säulen dieser Transformation sind der massive Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine signifikante Steigerung der Energieeffizienz. Ein entscheidender Baustein zur Erreichung dieser Ziele ist die Nutzung industrieller Abwärme zur Deckung des Wärmebedarfs in verschiedenen Sektoren. Während das technische Potenzial energieintensiver Industrien bereits häufig untersucht wurde, besteht ein erheblicher Mangel an detaillierten, hochauflösenden Daten zur Abwärme in dezentralen, nicht-energieintensiven Sektoren. Da diese Standorte, meist kleine und mittlere Unternehmen, oft keiner verpflichtenden Energieregelung unterliegen, bleiben diese Ressourcen in bestehenden Erhebungen häufig unberücksichtigt. Das Ziel dieser Masterarbeit ist die Quantifizierung und Charakterisierung der technischen industriellen Abwärmepotenziale von rund 1.500 dezentralen Unternehmen in Österreich.
Aufgrund fehlender standortspezifischer Messdaten für dezentrale Unternehmen wurde eine statistische Top-down-Methodik implementiert. Dieser Ansatz nutzt sektorale Kennzahlen und Proxies, wie beispielsweise die Anzahl der Beschäftigten, um den Bedarf und die daraus resultierenden Abwärmepotenziale abzuschätzen. Die identifizierten Potenziale wurden in drei Temperaturkategorien klassifiziert: niedrig (unter 50 °C), mittel (50 bis 100 °C) und hoch (über 100 °C). Zur Sicherstellung der strategischen Anwendbarkeit wurden die Ergebnisse geografisch lokalisiert und in die Österreichische Wärmekarte integriert. Dies ermöglicht einen direkten Vergleich mit regionalen Wärmebedarfsdichten und der bestehenden Fernwärmeinfrastruktur.
Die Analyse identifizierte ein technisches Abwärmepotenzial von etwa 4 Terawattstunden für die 1.500 untersuchten nicht-energieintensiven Unternehmen. Entsprechend den Merkmalen nicht-intensiver Produktionsprozesse tritt der Großteil dieses Potenzials im Niedertemperaturbereich unter 50 °C auf. Während die Sektoren Eisen und Stahl, Chemie und Steine, Erden und Glas auch Anteile darüber haben, stellen die nicht-energieintensiven Sektoren eine beachtliche Niedertemperatur Ressource dar. Diese kann durch Hochtemperatur-Wärmepumpen oder Nahwärmenetze der fünften Generation erschlossen werden. Durch die Modellierung von Szenarien für 2030 und 2040 auf Basis bestehender Industriepfade zeigt die Arbeit zudem die zukünftige Verfügbarkeit dieser thermischen Ressourcen.
Aufgrund fehlender standortspezifischer Messdaten für dezentrale Unternehmen wurde eine statistische Top-down-Methodik implementiert. Dieser Ansatz nutzt sektorale Kennzahlen und Proxies, wie beispielsweise die Anzahl der Beschäftigten, um den Bedarf und die daraus resultierenden Abwärmepotenziale abzuschätzen. Die identifizierten Potenziale wurden in drei Temperaturkategorien klassifiziert: niedrig (unter 50 °C), mittel (50 bis 100 °C) und hoch (über 100 °C). Zur Sicherstellung der strategischen Anwendbarkeit wurden die Ergebnisse geografisch lokalisiert und in die Österreichische Wärmekarte integriert. Dies ermöglicht einen direkten Vergleich mit regionalen Wärmebedarfsdichten und der bestehenden Fernwärmeinfrastruktur.
Die Analyse identifizierte ein technisches Abwärmepotenzial von etwa 4 Terawattstunden für die 1.500 untersuchten nicht-energieintensiven Unternehmen. Entsprechend den Merkmalen nicht-intensiver Produktionsprozesse tritt der Großteil dieses Potenzials im Niedertemperaturbereich unter 50 °C auf. Während die Sektoren Eisen und Stahl, Chemie und Steine, Erden und Glas auch Anteile darüber haben, stellen die nicht-energieintensiven Sektoren eine beachtliche Niedertemperatur Ressource dar. Diese kann durch Hochtemperatur-Wärmepumpen oder Nahwärmenetze der fünften Generation erschlossen werden. Durch die Modellierung von Szenarien für 2030 und 2040 auf Basis bestehender Industriepfade zeigt die Arbeit zudem die zukünftige Verfügbarkeit dieser thermischen Ressourcen.
| Titel in Übersetzung | Ermittlung industrieller Abwärmepotentiale ausgewählter Industriebetriebe in Österreich |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Qualifikation | Dipl.-Ing. |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 27 März 2026 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Bibliographische Notiz
nicht gesperrtUN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 7 – Erschwingliche und saubere Energie
-
SDG 13 – Klimaschutzmaßnahmen
Schlagwörter
- Industrielle Abwärme
- Technisches Abwärmepotenzial
- Abwärmerückgewinnung
- Top-down-Ansatz
- energieextensive Industrie
- Österreich
- räumliche Verteilung
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