Abstract
Der handwerkliche und kleingewerbliche Bergbau (Artisanal and Small-Scale Mining, ASM) zählt zu den wichtigsten Einkommensquellen in Sierra Leone und trägt erheblich zur staatlichen Einnahmenbasis bei. Allerdings sind diese lokalen ASM-Tätigkeiten mit schwerwiegenden negativen Umweltauswirkungen verbunden, darunter die Degradation von Wäldern sowie die Verunreinigung und Verschmutzung von Wasserressourcen und Landflächen. Dies ist vor allem auf schwache rechtliche Rahmenbedingungen, unzureichende Regulierung sowie unangemessene betriebliche Praktiken zurückzuführen. Der informelle Bergbausektor verursacht erhebliche Umwelt- und Gesundheitsbelastungen infolge mangelnder technischer Bewertung, unzureichender Durchsetzung von Vorschriften zur Landrückgewinnung, Kontamination von Wasserquellen und dem Einsatz gefährlicher Chemikalien wie Quecksilber und Säuren.
Zu den Hauptzielen dieser Forschungsarbeit gehören die Bewertung des ASM-Beitrags, die Identifizierung bestehender Herausforderungen sowie die Untersuchung möglicher Lösungen, um relevante Empfehlungen für nachhaltige und gerechte Bergbaupraktiken zu entwickeln. Der ASM-Sektor ist in vier zentralen Distrikten Sierra Leones weit verbreitet – Kono, Kenema, Bo und Makeni – wo Gold und Diamanten die wichtigsten Mineralressourcen für ASM-Akteure darstellen. Aktuelle Studien in den Distrikten Kono und Kenema weisen auf erhebliche Umweltschäden und Wasserverunreinigungen durch eine große Zahl illegaler Bergbauaktivitäten hin.
Deutschland, bekannt für seine hochentwickelte Gesetzgebung im Bereich der Umweltpolitik, stellt einen bedeutenden Referenzrahmen für die Verbesserung von ASM-Praktiken im Hinblick auf nachhaltigen Bergbau dar. Das erfolgreiche Beispiel Deutschlands bei der Wiederherstellung ehemaliger industrieller Bergbauflächen – insbesondere deren Umwandlung in Wald- oder Agrarland – bietet wertvolle Erkenntnisse für potenzielle Best Practices des ASM-Sektors in Sierra Leone.
Diese Studie hat zum Ziel, den Stand der Umweltverträglichkeit im ASM-Sektor Sierra Leones zu analysieren und nachhaltige Rahmenwerke vorzuschlagen, die politische Maßnahmen, Strategien und bewährte Praktiken aus Deutschland integrieren. Das Forschungsdesign kombiniert qualitative und quantitative Methoden, darunter Feldbeobachtungen, Stakeholder-Interviews, Politikanalysen und Auswertungen umweltbezogener Daten. Die Arbeit wird bestehende Lücken in der ASM-Governance Sierra Leones aufzeigen und darauf aufbauend umsetzbare Strategien vorschlagen, um umweltverträgliche Ziele stärker in ASM-Abläufe zu integrieren. Diese Strategien sollen die Resilienz des ASM-Sektors stärken und ihn stärker an globale Nachhaltigkeitsziele heranführen.
Die Studie untersucht thematische Ergebnisse, die zum Verständnis von ASM-Governance, ökologischer Nachhaltigkeit und Politiktransfer zwischen Deutschland und Sierra Leone beitragen. Sie beleuchtet zudem die Bedeutung der Einbeziehung von Stakeholder-Perspektiven in zukünftige Politikentwicklung und institutionelle Reformen, wobei insbesondere der Mangel an logistischer Unterstützung, unzureichende regulatorische Durchsetzung, fehlende dezentrale Governance-Strukturen sowie die schwache Zusammenarbeit zwischen NMA und EPA eine wirksame Reaktion auf Umwelt- und Sicherheitsprobleme im Bergbau behindert haben. Hinzu kommen die weitverbreitete informelle und illegale Bergbautätigkeit, Korruption und politische Einflussnahme.
Zu den Hauptzielen dieser Forschungsarbeit gehören die Bewertung des ASM-Beitrags, die Identifizierung bestehender Herausforderungen sowie die Untersuchung möglicher Lösungen, um relevante Empfehlungen für nachhaltige und gerechte Bergbaupraktiken zu entwickeln. Der ASM-Sektor ist in vier zentralen Distrikten Sierra Leones weit verbreitet – Kono, Kenema, Bo und Makeni – wo Gold und Diamanten die wichtigsten Mineralressourcen für ASM-Akteure darstellen. Aktuelle Studien in den Distrikten Kono und Kenema weisen auf erhebliche Umweltschäden und Wasserverunreinigungen durch eine große Zahl illegaler Bergbauaktivitäten hin.
Deutschland, bekannt für seine hochentwickelte Gesetzgebung im Bereich der Umweltpolitik, stellt einen bedeutenden Referenzrahmen für die Verbesserung von ASM-Praktiken im Hinblick auf nachhaltigen Bergbau dar. Das erfolgreiche Beispiel Deutschlands bei der Wiederherstellung ehemaliger industrieller Bergbauflächen – insbesondere deren Umwandlung in Wald- oder Agrarland – bietet wertvolle Erkenntnisse für potenzielle Best Practices des ASM-Sektors in Sierra Leone.
Diese Studie hat zum Ziel, den Stand der Umweltverträglichkeit im ASM-Sektor Sierra Leones zu analysieren und nachhaltige Rahmenwerke vorzuschlagen, die politische Maßnahmen, Strategien und bewährte Praktiken aus Deutschland integrieren. Das Forschungsdesign kombiniert qualitative und quantitative Methoden, darunter Feldbeobachtungen, Stakeholder-Interviews, Politikanalysen und Auswertungen umweltbezogener Daten. Die Arbeit wird bestehende Lücken in der ASM-Governance Sierra Leones aufzeigen und darauf aufbauend umsetzbare Strategien vorschlagen, um umweltverträgliche Ziele stärker in ASM-Abläufe zu integrieren. Diese Strategien sollen die Resilienz des ASM-Sektors stärken und ihn stärker an globale Nachhaltigkeitsziele heranführen.
Die Studie untersucht thematische Ergebnisse, die zum Verständnis von ASM-Governance, ökologischer Nachhaltigkeit und Politiktransfer zwischen Deutschland und Sierra Leone beitragen. Sie beleuchtet zudem die Bedeutung der Einbeziehung von Stakeholder-Perspektiven in zukünftige Politikentwicklung und institutionelle Reformen, wobei insbesondere der Mangel an logistischer Unterstützung, unzureichende regulatorische Durchsetzung, fehlende dezentrale Governance-Strukturen sowie die schwache Zusammenarbeit zwischen NMA und EPA eine wirksame Reaktion auf Umwelt- und Sicherheitsprobleme im Bergbau behindert haben. Hinzu kommen die weitverbreitete informelle und illegale Bergbautätigkeit, Korruption und politische Einflussnahme.
| Titel in Übersetzung | Entwicklung eines Rahmenwerks für den handwerklichen und kleingewerblichen Bergbau zur Nachhaltigkeit in Sierra Leone: Lehren aus Deutschland |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Qualifikation | MSc |
| Gradverleihende Hochschule |
|
| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 19 Dez. 2025 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2025 |
Bibliographische Notiz
nicht gesperrtUN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen
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SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
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SDG 15 – Lebensraum Land
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SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Schlagwörter
- Handwerklicher und kleingewerblicher Bergbau (ASM)
- Sierra Leone
- Umweltverträglichkeit
- ökologische Nachhaltigkeit
- Umweltdegradation
- Wasserverschmutzung
- Entwaldung
- Informeller Bergbau
- Gefährliche Chemikalien
- Quecksilber
- Säuren
- Landrückgewinnung
- Regulatorischer Rahmen
- Nachhaltige Bergbaupraktiken
- Stakeholder-Perspektiven
- Politische Einflussnahme
- Korruption
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