Abstract
Supply Chain Transparenz wird aufgrund von regulatorischen Anforderungen, Kundenanforderungen und steigenden Versorgungsrisiken immer wichtiger. Dies ist besonders relevant für kritische Rohmaterialien, da deren Lieferketten oft global und komplex sind. Unternehmen brauchen daher einen klaren Prozess, um Risiken zu identifizieren, Lieferantendaten zu erheben und diese Daten im Einkauf zu nutzen. Diese Masterarbeit entwickelt einen operativen Prozess für Supply Chain Transparenz von kritischen Rohmaterialien in einer divisionalen Unternehmensstruktur. Der Prozess wurde für voestalpine High Performance Metals entwickelt und basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, sechs Experteninterviews und Unternehmensdaten. Im Prozess werden kritische Rohmaterialien identifiziert. Danach werden relevante Lieferanten auf Basis der Materialkritikalität und der Einkaufsrelevanz ausgewählt. Ein bestehender Supplier Self-Assessment Questionnaire (SAQ) wurde als Grundlage verwendet und im Rahmen dieser Arbeit erweitert. Der erweiterte SAQ erhebt Lieferanteninformationen in einer strukturierteren Form. Er umfasst ESG-Risiken, Responsible Sourcing, Rückverfolgbarkeit, Materialherkunft, Carbon-Footprint-Daten, Single Source Abhängigkeiten und Lieferkettenrisiken. Der SAQ wurde an 34 ausgewählte Lieferanten ausgesendet, mit einer Rücklaufquote von 76,4%. Die zurückgesendeten SAQs wurden mit einem Reifegradmodell bewertet. Die Bewertung wurde entlang der Dimensionen Responsibilities, Environmental, Social, Governance, Risk Identification sowie Supply Chain Management and Responsible Sourcing strukturiert. Die Ergebnisse wurden danach nach Lieferantentyp und Unternehmensgröße interpretiert. Auf Basis der Bewertung wurden Supplier Feedback Reports definiert. Diese Reports können als Grundlage für die zukünftige Lieferantenentwicklung verwendet werden. Das finale Ergebnis dieser Masterarbeit ist ein divisionaler Prozess für voestalpine High Performance Metals. Der Prozess verbindet die Identifikation der kritischen Rohmaterialien, Lieferantenauswahl, SAQ-Aussendung, Eskalation, Bewertung, Report-Erstellung, Follow-up und Neubewertung. Der Hauptbeitrag liegt daher nicht nur im erweiterten SAQ selbst, sondern in der operativen Logik rundherum. Dadurch unterstützt der Prozess das Unternehmen dabei, kritische Lieferanten zu identifizieren, die Qualität der Lieferantendaten zu verbessern und Lieferkettenrisiken über die Zeit zu reduzieren.
| Titel in Übersetzung | Entwicklung eines operativen Prozesses zur Transparenz kritischer Rohmaterialien in der Lieferkette |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 26 Juni 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Bibliographische Notiz
gesperrt bis 13-05-2031Schlagwörter
- Lieferkettentransparenz
- Kritische Rohmaterialien
- Supplier Self-Assessment Questionnaire
- Lieferantenbewertung
- Nachhaltige Beschaffung
- Supply Chain Nachhaltigkeit
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