Die Genese des Amethystganges von Maissau, Niederösterreich

Christoph Piribauer

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenDiplomarbeit

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Abstract

Der Amethystgang von Maissau, welcher eine bekannte streichende Erstreckung von ungefähr 400 m und eine maximale Breite von ca. zwei Metern hat, liegt ca. 60 km nördlich von Wien. Das Muttergestein des Amethysts ist der Thaya Batholith, welcher während der Cadomischen Orogenese, vor ca. 550 580 Ma, intrudiert ist. Der Gang ist von einer bis zu mehreren Metern mächtigen Alterationszone umgeben. Der Gang zeigt eine charakteristische mm - cm Bänderung, welche durch unregelmäßige Bänder von Bergkristall, Rauchquarz, Milchquarz und Amethyst definiert ist. Die Bänderung wurde mit der LA-ICP-MS Methode untersucht, wobei signifikante Variationen in den Fe, Al und Li Konzentration festgestellt wurden. Die unterschiedlichen Zonen sind weiters durch das Auftreten von primären und sekundären Flüssigkeitseinschlüssen charakterisiert. Die Bildungsbedingungen des Amethystganges wurden auf der Basis von mikrothermometrischen Untersuchungen an den Flüssigkeitseinschlüssen bestimmt. Die vorliegenden Untersuchungen zeigen, dass die einzelnen Zonen des Amethystganges von Maissau das Resultat von mehreren, aufeinanderfolgenden Fluid Pulsen sind. Die Fluid Pulse unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Temperatur und ihrer chemischen Zusammensetzung. Die Amethystzonen sind aus Fluid Pulsen mit einer Temperatur zwischen 120 °C und 160 °C und durch höhere Gehalte an Fe, Al, und Li, verglichen mit klarem Quarz, charakterisiert.
Titel in ÜbersetzungThe Origin of the Amethyst vein of Maissau, Austria
OriginalspracheDeutsch
QualifikationDipl.-Ing.
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Bakker, Ronald Jack, Mitbetreuer (intern)
  • Thalhammer, Oskar, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung29 Juni 2007
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2007

Bibliographische Notiz

gesperrt bis null

Schlagwörter

  • Maissau Amethyst

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