Abstract
Diese Masterarbeit präsentiert eine umfassende Umweltbewertung eines in Österreich gefertigten Sonderfahrzeugs (Special Purpose Vehicle, SPV). Die Studie ist vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung lebenszyklusbasierter Umweltanalysen in der Automobilindustrie entstanden. Angesichts neuer Nachhaltigkeitsgesetzgebungen, internationaler Umweltstandards und steigender Anforderungen relevanter Stakeholder verfolgt die Arbeit das Ziel, wissenschaftlich fundierte Umweltleistungsindikatoren in strategische Entscheidungsprozesse industrieller Unternehmen zu integrieren. Kern der Analyse ist die Anwendung der Methode der Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, LCA) gemäß den Normen ISO 14040/14044. Durch die ganzheitliche Betrachtung aller relevanten Lebenszyklusphasen wird ein vollständiges Bild der mit dem Produktsystem verbundenen Umweltwirkungen ermöglicht. Die LCA wurde unter Anwendung der Methodik des Environmental Footprint (EF) durchgeführt, welche eine multidimensionale Bewertung ökologischer Auswirkungen erlaubt und gleichzeitig die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Produktkategorien verbessert. Zur Berücksichtigung systemischer Komplexität und Unsicherheiten wurde ergänzend eine Szenarioanalyse integriert. Diese ermöglicht es, alternative technologische, materialbezogene und betriebliche Konfigurationen zu untersuchen. Die entwickelten Szenarien zeigen, wie gezielte Eingriffe, etwa durch Materialsubstitution, Anpassungen des Energiesystems oder alternative Kraftstoffe Umweltwirkungen signifikant beeinflusst und langfristige Nachhaltigkeitstransformationen unterstützt werden könne. Über die klassische LCA hinaus wurde eine neuartige Umweltbewertungsmatrix entwickelt, um Umweltaspekte auf Prozessebene systematisch zu bewerten und zu priorisieren. Diese Matrix verbindet LCA-basierte Indikatoren mit kontextueller Relevanz, Prozessbeeinflussbarkeit und Optimierungspotenzial und ermöglicht somit eine strukturierte und anwendungsorientierte Ableitung von Handlungsprioritäten. Die Ergebnisse unterstreichen, dass vorgelagerte Prozesse, insbesondere die Beschaffung ressourcenintensiver Materialien, maßgeblich zum gesamten Umweltfußabdruck beitragen. Gleichzeitig zeigen sich auch am Produktionsstandort selbst bedeutende Optimierungspotenziale, etwa im Bereich der thermischen Energieversorgung, der Materialflüsse und der Abfallbewirtschaftung. Die Arbeit schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Datentransparenz, zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie zur Förderung der Entwicklung von Environmental Product Declarations (EPDs) als Grundlage für interne Umweltsteuerung und externe Nachhaltigkeitskommunikation. Durch die Kombination quantitativer Umweltmodellierung mit qualitativem Systemverständnis leistet diese Arbeit einen Beitrag zum übergeordneten Diskurs über nachhaltige industrielle Wertschöpfung und bietet praxisnahe Erkenntnisse für die Implementierung des Life Cycle Thinking in komplexen Fertigungsumgebungen.
| Titel in Übersetzung | Umweltbewertung von Sonderfahrzeugen: Eine EPD-konforme empirische Studie |
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| Originalsprache | Englisch |
| Qualifikation | Dipl.-Ing. |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 19 Dez. 2025 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2025 |
Bibliographische Notiz
gesperrt bis 01-10-2030UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 7 – Erschwingliche und saubere Energie
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SDG 8 – Anständige Arbeitsbedingungen und wirtschaftliches Wachstum
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SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
Schlagwörter
- Automobilindustrie
- Umweltmanagement
- Umweltproduktdeklaration
- Ökobilanz
- Nachhaltigkeit
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