Abstract
Im Rahmen des ¿European Green Deal¿ wurden umfassende Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Technologien, innovativer Energielösungen sowie neuer Unternehmensstrategien initiiert, mit dem Ziel bis 2050 die Klimaneutralität in Europa sicherzustellen. Ein zentrales Element für die Energiewende ist das Konzept des ¿Energy Sharing¿, wodurch eine gemeinschaftliche Erzeugung, Nutzung und Vermarktung von Energie durch Endverbraucher ermöglicht wird. Österreich setzte dieses Konzept im Jahr 2021, durch die gesetzliche Verankerung von Energiegemeinschaften in nationales Recht, um und nahm damit eine Vorreiterrolle im europäischen Kontext ein. Zur Erhebung des aktuellen Status quo von Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEG) in Österreich wurden Fragebogenerhebungen sowie leitfadengestützte Interviews mit zentralen Marktakteuren des Energiesektors durchgeführt. Ziel war es, das Status quo zu identifizieren und sowohl Herausforderungen als auch Erfolgsfaktoren bei der Implementierung und Umsetzung von EEG zu analysieren. Dadurch können Handlungsempfehlungen und Verbesserungsoptionen ermittelt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Vertreter von EEG das Modell überwiegend positiv bewerten. Insbesondere werden ökonomische Vorteile, etwa finanzielle Entlastungen durch reduzierte Stromkosten, sowie soziale Mehrwerte wie regionale Wertschöpfung und gemeinschaftliche Teilhabe hervorgehoben. EEG werden somit als wirkungsvolles Instrument zur Bekämpfung von Energiearmut und zur Reduktion von Energiekosten für Endverbraucher angesehen. Demgegenüber stehen Netzbetreiber und Stromlieferanten dem Modell teilweise kritisch gegenüber. Sie verweisen insbesondere auf einen erhöhten administrativen und koordinativen Aufwand im Zuge der Implementierung und Abwicklung von EEG. Positive Effekte aus ihrer Perspektive, insbesondere im Hinblick auf Netzstabilität oder ökologische Verbesserungen, konnten bislang nicht eindeutig festgestellt werden. Daher lässt sich festhalten, dass EEG gegenwärtig vor allem als sozioökonomisches Instrument zur finanziellen Entlastung von Haushalten wirken. Darüber hinaus können sie ein netzdienlicheres Verbrauchsverhalten fördern. Langfristig könnten durch den weiteren Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen sowie entsprechender Speicherinfrastruktur auch ökologische Effekte stärker zum Tragen kommen und einen zusätzlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.
| Titel in Übersetzung | Renewable Energy Communities (REC): An Empirical Study on the Current Situation in Austria |
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| Originalsprache | Deutsch |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 26 Juni 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Bibliographische Notiz
nicht gesperrtUN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 7 – Erschwingliche und saubere Energie
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SDG 13 – Klimaschutzmaßnahmen
Schlagwörter
- Erneuerbare Energiegemeinschaften
- empirische Erhebung
- Energiewende
- Österreich
- erneuerbare Energien
- Photovoltaik
- Netzbetreiber
- Stromlieferanten
- Energiespeicher
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