Abstract
Die gegenständliche Diplomarbeit befasst sich mit der Exploration von Gips- und Anhydritvorkommen im alpinen Niederösterreich. Die Untersuchungen beschäftigen sich dabei mit primären Gipslagerstätten, da durch den Rückgang der Verstromung von Kohle und der damit verbundenen Rauchgasentschwefelung synthetischer Gips als Nebenprodukt zukünftig nicht bzw. nur in geringen Mengen zur Verfügung stehen wird. Ziel dieser Arbeit ist daher, eine möglichst vollständige Zusammenstellung und Bewertung der im alpinen Niederösterreich vorkommenden Gips- und Anhydritvorkommen zu erstellen. Auf Basis umfangreicher Literatur- und Kartenstudien sowie darauf aufbauender Geländearbeiten wurden 23 potenzielle Gipsvorkommen aufgesucht und kartiert, wobei bei 17 Lokalitäten Proben für mineralogische, petrographische und geochemische Analysen genommen wurden. Weiters wurden an den jeweiligen Standorten auch die laterale Ausdehnung, geologische Strukturen sowie die Nebengesteine auf Basis der vorgefundenen Aufschlussverhältnisse bestimmt bzw. abgeschätzt. Um Aussagen über die Zusammensetzung und Reinheit der untersuchten Gipsproben treffen zu können, wurden geochemische Analysen von Activation Laboratories Ltd in Canada sowie GeoSphere Austria durchgeführt. Diese wurden aufgrund starker Abweichungen zu den erwarteten Gehalten mehrfach wiederholt und lieferten bis dato nur gering belastbare Ergebnisse. In den untersuchten Regionen liegen zahlreiche Hinweise auf gipsführendes Haselgebirge vor. Speziell durch die Korrelation geologischer Grundlagen, den Erkenntnissen aus den Geländebegehungen und LiDAR-Daten können Bereiche, in denen gipsführendes Haselgebirge im Untergrund vermutet wird, gut abgegrenzt werden. Weiters wird durch die petrographischen und geochemischen Analysen deutlich, dass das Haselgebirge oft Tonminerale, Magnesit, Dolomit und Kalzit neben Gips und Spurenmineralen wie Coelestin, Pyrit, Anhydrit, Zirkon, Apatit und Baryt enthält. Dies wird auch durch die teils stark variierenden chemischen Gehalte an Haupt- und Spurenelementen bestätigt. Die ausgewiesene Region Trübenbach-Gaming erscheint aufgrund ihrer vermuteten Lagerstättenkubatur von ca. 22 Mio m3 an gipsführendem Haselgebirge am vielversprechendsten für weitere Explorationstätigkeiten zu sein.
| Titel in Übersetzung | Exploration of gypsum and anhydrite in Alpine Lower Austria |
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| Originalsprache | Deutsch |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 26 Juni 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Bibliographische Notiz
nicht gesperrtSchlagwörter
- Nördliche Kalkalpen
- Evaporite
- Gips
- Anhydrit
- Haselgebirge
- Baurohstoffe
- Sulfatgestein
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