Abstract
Quarz ist der Hauptrohstoff für die Glasherstellung. Je nach Glaserzeugnis können die Anforderungen an den Quarzrohstoff unterschiedlich sein. Von besonderer Bedeutung ist dabei die chemische Zusammensetzung und insbesondere der Fe2O3-Gehalt, da dieser den größten Einfluss auf die Farbgebung des Glaserzeugnisses hat. Im Rahmen des MRI-Quarzprojektes wurden hochreine Gangquarzlagerstätten im Osten Österreichs exploriert. Insgesamt werden vier Vorkommen behandelt. Dies sind die Vorkommen am Dachsriegel, Kampstein, Frauenalpe und Gradischkogel, bei denen eine qualitative und quantitative Abschätzung der Quarzgänge durchgeführt wurde. Die Gangquarze am Dachsriegel sind in Muskovitgneisen des Grobgneis-Komplexes aufgeschlossen. Diese werden von Chlorit-Serizit-Albit-Phyllit und Quarz-Muskovit-Chlorit-Schiefer der Wechselschiefer-Formation sowie Epidot-Amphibolit umgeben. Die Aufschlusssituation sowie eine geophysikalische Widerstandsmessung liefern keine eindeutigen Informationen über die Erstreckung der Gangquarze in diesem Gebiet. Die Quarze sind in zwei Bereichen aufgeschlossen mit vermuteten Mächtigkeiten im Meterbereich und einer lateralen Ausdehnung von mehreren 10er Metern. Die Quarzgänge weisen eine gute bis mäßige Reinheit (120-2.100 ppm Fe2O3) auf und enthalten nur akzessorisch Fremdphasen. Die Reserven werden auf 25.000 t und die Ressourcen auf 233.000 t geschätzt. Die Vorkommen am Kampstein und an der Frauenalpe werden geologisch der Wechselgneis-Formation zugeordnet. Die Gangquarze kommen nur in Form von Blöcken vor. Nebengesteine sind vor allem als Fragmente in den Blöcken vorhanden. Die Quarzgänge haben eine gute Qualität (100-450 ppm Fe2O3) und enthalten wenige Fremdphasen. Die Reserven werden am Kampstein auf 800 t, auf der Frauenalpe auf 2.800 t und die Ressourcen auf 3.000 t bzw. 11.000 t geschätzt. Das Vorkommen am Gradischkogel besteht aus sechs untersuchten Schürfen, von denen in dreien Quarzgänge aufgeschlossen sind. Das Nebengestein sind Eklogitamphibolite und Gneise des Saualpe-Koralpe-Komplexes. Die Quarzgänge in den Eklogitamphiboliten sind sehr rein (<100 ppm Fe2O3) und enthalten kaum Fremdphasen. Der Quarzgang im Gneis ist von geringfügig schlechterer Qualität (ca. 350 ppm Fe2O3). Die Reserven werden auf 150 t und die Ressourcen auf 700 t geschätzt. Die neogenen Sandvorkommen der Steiermark und des Burgenlandes weisen eine schlechte Qualität (0,6-7,01 wt% Fe2O3) auf und beinhalten teils hohe Anteile an Fremdphasen. Mittels LA-ICP-MS wurden Spurenelemente von Quarzen aus Gängen und dem Nebengestein aller Standorte (Dachsriegel, Kampstein, Frauenalpe, Gradischkogel) analysiert. Die analysierten Quarze weisen nur wenige verschiedene Spurenelemente in geringen Konzentrationen auf. Eine Ableitung der Genese der Quarzgänge auf Basis der Spurenelemente war nicht eindeutig.
| Titel in Übersetzung | Exploration of selected high-purity quartz occurrences for the glass industry in Eastern Austria |
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| Originalsprache | Deutsch |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 26 Juni 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Bibliographische Notiz
nicht gesperrtSchlagwörter
- Exploration
- Quarzgänge
- Quarzsande
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