Abstract
Der Raum Leogang blickt auf eine über 3500-jährige Bergbaugeschichte zurück. Bereits die Kel- ten suchten im Schwarzleotal nach Kupfer. Die Blüte des Bergbaus erlebte Leogang im 17. und 18. Jahrhundert, in dieser Zeit wurden die meisten Stollen zur Rohstoffgewinnung aufgefahren. Die wichtigsten Bereiche waren dabei der Nöckelberg, die Vogelhalte, die Inschlagalm und das Revier Schwarzleo. Der Bergbau im Bereich Schwarzleo kam 1833 endgültig zum Erliegen. Am Nöckelberg erfolgte der Abbau bis in den Ersten Weltkrieg, und im Zuge des Zweiten Weltkrieges fand Explorationsarbeit statt. Die Magnesitgewinnung an der Inschlagalm blieb bis in die 1970er Jahre in Betrieb. Die historische Lagerstätte liegt in der nördlichen Grauwackenzone, die vorwiegend aus paläo- zoischen Karbonaten, siliziklastischen und vulkanischen Metasedimenten besteht. Tektonisch ist sie der Hochhörndler Schuppenzone zuzuordnen, zwischen der Wildseeloder und der Glemmtal- Einheit. Die primär sulfidische Vererzung ist ausschließlich an devonische Karbonate, den so- genannten ¿Südfaziesdolomiten¿ gebunden. Das Revier Schwarzleo gliedert sich in drei Unterbereiche: Bergbau West, Bergbau Zentral und Bergbau Ost. Die Bereiche Bergbau West und Bergbau Zentral wurden vollständig vermessen, woraus Grubenkarten sowie ein 3D-Modell erstellt werden konnten. Das Grubengebäude des Bergbau West ist geologisch kartiert worden und es wurden Proben des Vererzungsmaterials sowie des Nebengesteins entnommen. Ergänzend kamen eine obertägige Geomagnetik und eine LIDAR- Befliegung zum Einsatz. Aus den gewonnenen sowie historischen Daten entstand ein geologisches 3D-Modell der drei Bereiche, das den gesamten südlichen Bereich um Schwarzleo abdeckt. Dieses Modell integriert sowohl direkt zugängliche als auch interpolierte Bereiche, die auf historischen Karten und der Geologie basieren. Der Bergbau West zeichnet sich durch eine Fahlerzparagenese aus. Die Fahlerze, die als Ten- nantite klassifiziert werden können, sind mit einer Vielzahl an Erzmineralen assoziiert, die Fe, Ag, Hg, Ni, Bi, Pb und Cu enthalten. Zudem existieren zahlreiche sekundäre Minerale. Die Vererzung ist großteils an eine Scherzone gebunden, die mit etwa 45° nach Süden einfällt. Das Nebengestein besteht aus unterschiedlichen Karbonaten. Das wichtigste Nebengestein ist der Breunnerit ¿ ein eisenreicher Magnesit ¿, der sowohl im liegenden als auch im han- genden Teil der Scherzone vorkommt. Diese bräunlich verwitternden, porösen Gesteine bilden den Großteil des Bergbau West. An die Scherzone ist zudem ein kompetenter Dolomit gebunden, dessen Mächtigkeit variabel ist und bis zu 10 m erreichen kann. Insgesamt erscheint der Bergbau West als ein Breunneritkörper mit assoziierter sulfidischer Vererzung. Spurenelementanalysen sowie metasomatische Strukturen deuten auf einen dreistufi- gen Entstehungsprozess hin. Bestehende Dolomite (Südfazies) wurden durch hydrothermale Pro- zesse in Breunnerit umgewandelt, und anschließend in Bereichen mit erhöhtem Fluiddurchsatz entlang der Scherzone in den kompetenten Dolomit redolomitisiert. Die sulfidische Vererzung erfolgte dabei entlang der Scherzone.
| Titel in Übersetzung | Geologische Charakterisierung und 3D Modellierung des Bergbaureviers Schwarzleo/Leogang |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Qualifikation | Dipl.-Ing. |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 27 Juni 2025 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2025 |
Bibliographische Notiz
nicht gesperrtSchlagwörter
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- Salzburg
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