Konfliktminerale und Lieferkettenmanagement mineralischer Rohstoffe

Felix Giller

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

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Abstract

Nach den Bürgerkriegen in der Demokratischen Republik Kongo und den angrenzenden Staaten wird der Osten des Landes von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppierungen kontrolliert. In dieser Region werden unter menschenrechtverletzenden Bedingungen die Mineralien für die Herstellung von Zinn, Wolfram, Tantal und Gold gefördert. Mit dem Erlös werden Waffen gekauft und Konflikte finanziert, weshalb sie häufig als Konfliktmineralien bezeichnet werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union haben Gesetze beziehungsweise Verordnungen erlassen, welche den Import von Konfliktmineralien verbieten. Ziel der Arbeit ist es, die aktuellen nationalen und internationalen Regelungen zu Konfliktmineralien darzustellen, zu interpretieren und deren Problematiken aufzuzeigen. Im weiteren Schritt wird festgehalten, welche Möglichkeiten es gibt, eine transparente Lieferkette zu gestalten. Es handelt sich hierbei um eine Analyse der aktuellen rechtlichen Lage und gängiger Lieferkettensysteme unter Zuhilfenahme von Gesetzestexten, Fachartikeln, Normen und weiterer Literatur. Unter Berücksichtigung der Blockchain-Technologie wird ein möglicher Anwendungsfall praktisch dargestellt. In der Arbeit werden die Unterschiede und die Problematiken der aktuellen Regelungen angeführt. Die größte Schwierigkeit ist, dass es sehr schwer und teuer geworden ist, legal gewonnene Minerale zu importieren, da der Importeur eine Berichterstattungspflicht zu tragen hat, um zu beweisen, dass es sich nicht um Konfliktminerale handelt. Es ist zu einem De-facto-Handelsembargo für Kongolesische Importe gekommen. Firmen haben den Anbieter gewechselt, um der Berichterstattungspflicht zu entgehen. Eine transparente und vertrauenswürdige Lieferkette würde dabei helfen, legale kongolesische Produkte wieder am Weltmarkt zu handeln. Es werden gängige Methoden vorgestellt, um eine Lieferkette transparent zu gestalten. Auch die Blockchain wird beleuchtet, da bei diesem Transaktionssystem alle beteiligten Parteien Einsicht auf aktuelle digitale Vorgänge haben, diese allerdings nicht verändern können. Dadurch wäre das höchstmögliche Maß an Sicherheit gegeben.
Titel in ÜbersetzungConflict minerals and supply chain management of mineral resources
OriginalspracheDeutsch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Moser, Peter, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung12 Apr. 2019
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2019

Bibliographische Notiz

nicht gesperrt

Schlagwörter

  • Konfliktminerale
  • Lieferkette
  • Supply Chain
  • Blockchain
  • Kongo
  • Lieferkettenmanagement
  • Artisanaler Bergbau
  • Dodd-Frank Act
  • OECD-Leitsätze für Sorgfaltspflichten für Lieferketten von mineralischen Rohstoffen aus konfliktbetroffenen und stark gefährdeten Gebieten

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