Log-facies and log-correlation of Cenomanian sediments in the Molasse Basin (Upper Austria)

Titel in Übersetzung: Log-Fazies und Log-Korrelation im Cenoman des Molassebeckens (Oberösterreich)

Arno Rech

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

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Abstract

Das Cenoman im oberösterreichischen Teil des Molassebeckens ist ein wichtiger klastischer Speicherhorizont für Erdöl. In der vorliegenden Diplomarbeit wird dieser Horizont anhand von Bohrlochmessdaten charakterisiert. Dazu wurde die Logfazies bestimmt und Log–Korrelationsprofile erstellt. Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf digitalen Bohrlochmessdaten von 58 Bohrungen der Rohöl-Aufsuchungs AG. Diese wurden im Rahmen der Arbeit mit totalen und spektralen Kern Gamma Messungen an 30 Bohrungen ergänzt. In einem ersten Schritt wurden Basis und Top des Cenoman-Sandsteins (Regensburg-Formation sensu Niebuhr et al., 2009), sowie eine „Maximum Flooding Surface“ in den überlagernden cenomanen bis turonen Tonsteinen (Eibrunn-Formation sensu Niebuhr et al., 2009) definiert und lateral für sämtliche Bohrungen korreliert. Als Folge von Faziesänderungen, variiert die Signatur der Bohrlochmessdaten in Ost-West-Richtung erheblich. Durch die detaillierte Korrelation von Bohrungs und Kern Gamma Messungen konnten die Bohrkerne und deren gemessene spektralen Gamma Logs exakt tiefenverschoben werden. Damit können Kernaufnahmen direkt mit den Bohrlochlogs verknüpft werden und in Folge Formationswechsel und Subeinheiten auch anhand der Bohrlochlogs alleine interpretiert werden. Das Cenoman überlagert unterschiedliche Gesteinseinheiten. Im Osten lagert es kristallinen Einheiten der Böhmischen Masse auf, im Westen hingegen oberjurassischen Karbonaten. Lokal schalten sich zwischen die Jurakalke und die cenomanen Sandsteine terrestrische Sedimente ein, die mitunter als Karstfüllungen vorliegen (Schutzfels-Formation). Korrelationsprofile und Mächtigkeitskarten verdeutlichen eine beckenwärtige Mächtigkeitszunahme der ältesten Cenomanen Einheiten („Saal-Member“ sensu Niebuhr et al., 2009) Richtung SW von ca. 10 m auf ca. 30 Meter. Das Gamma Log erweist sich als ungeeigneter Korngrößenanzeiger, da es zum einen durch den variierenden Glaukonitgehalt der küstennahen Sandsteine beeinflusst und zum anderen von erhöht auftretendem Thorium und Uran dominiert wird. Anhand des Sonic und Widerstand Logs ist die Korrelation des Saal Members mit den informellen Einheiten CE3 und CE2 der Rohöl-Aufsuchungs AG zumindest im Bereich des Trattnach und Voitsdorf Feldes wahrscheinlich. Das Saal Member wird von niedriger-energetischen sandig bis siltigen, häufig karbonatisch zementierten Sandsteinen überlagert (Bad Abbach-Member sensu Niebuhr et al., 2009). Deren Basis wird im Bereich Trattnach durch ein charakteristisches „Marker Bed“ definiert. Dieses ist zumindest im Bereich Trattnach eindeutig im Sonic und Widerstand Log identifizierbar. Bislang wurde es aufgrund seiner charakteristischen bunten Kiese als „Rote Lage“ bezeichnet. Durch die exakte Korrelation des gemessenen Kern Gamma Logs zum Bohrungs Gamma Log wird deutlich, dass die „Rote Lage“ Teil des „Marker Bed“ sein kann, diese allerdings nicht zwingend definiert. Das Bad Abbach-Member ist durch hohe Geschwindigkeiten, hohen Widerstand und meist niedere Gamma Werte charakterisiert. Die Mächtigkeit des Bad Abbach-Members erreicht entlang eines SE – NW streichenden Streifens ein Maximum (12 – 15 m) und nimmt sowohl beckenwärts (SW) als auch küstenwärts (NE) ab. Im Unterschied zum Saal Member weist das Bad Abbach-Member sowohl im totalem als auch im spektralen Gamma Log relativ niedrige Werte auf. Die überlagernde Eibrunn Formation repräsentiert die jüngsten cenomanen bis unterturonen Einheiten und beinhaltet eine gut korrelierbare „Maximum Flooding Surface“. Diese befindet sich 4 bis 15 m über dem Top der cenomanen Sandsteine (Top Regensburg-Formation). Die Mächtigkeit des Sedimentpaketes zwischen dem Top der cenomanen Sandsteine und der „Maximum Flooding Surface“ zeigt im Großteil des Untersuchungsgebietes einen bemerkenswerten Anstieg von SW nach NE.
Titel in ÜbersetzungLog-Fazies und Log-Korrelation im Cenoman des Molassebeckens (Oberösterreich)
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Sachsenhofer, Reinhard, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung16 Dez. 2011
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2011

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 19-09-2016

Schlagwörter

  • Molassebecken
  • Kreide
  • Cenoman
  • Log Korrelation
  • Spectrales Gamma Log
  • Log Fazies
  • Österreich
  • Regensburg-Formation
  • Eibrunn-Formation
  • Trattnach Feld

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