Abstract
Lagerlogistische Systeme stehen zunehmend unter Dekarbonisierungs- und Berichtsdruck, während interne Lagerprozesse in der Praxis häufig als ¿Black Box¿ behandelt werden. Viele Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen verfügen über keine praxistauglichen, standortbezogenen Methoden, um übergeordnete Nachhaltigkeitsziele in konkrete retrofit Maßnahmen zu übersetzen. Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines modularen Nachhaltigkeits-Audit- und Beratungswerkzeugs für das Unternehmen LNConsult GmbH, welches standortbezogene Emissionen im Lager quantifiziert und eine literaturbasierte Maßnahmenpriorisierung unterstützt. Dabei werden zwei Forschungsfragen adressiert: (1) Welche direkten Emissionstreiber sind in der Lagerlogistik besonders relevant und (2) welche literaturbasierten Maßnahmen sind wirksam und gleichzeitig nachrüstfähig? Zur Beantwortung dieser Fragen wird eine systematische Literaturrecherche in Scopus durchgeführt, um belastbare Erkenntnisse zu Emissionstreibern und Minderungsmaßnahmen zu identifizieren. Die Ergebnisse werden in eine Excel-basierte Arbeitsmappe überführt, das Datenerfassung, CO¿e-Baseline-Modellierung, Hotspot-Zuordnung und Maßnahmenquantifizierung mit der Darstellung von Einsparpotenzialen anhand von Benchmarkfällen integriert. Ergänzend wird ein strukturierter Fragebogen entwickelt, der über eine logikbasierte Zuordnung mit den jeweiligen Maßnahmen verknüpft ist und ausweist, ob eine Maßnahme standortspezifisch anwendbar ist. Die Synthese der Literatur zeigt konsistent, dass elektrische Energie im Gebäude und stationäre Heizenergieträger in der Lagerlogistik darstellen. Die entwickelte Excel-Arbeitsmappe berechnet die daraus resultierenden Scope-1- und Scope-2-Baselines auf Basis jährlicher Aktivitätsdaten und ordnet die Emissionstreiber Endanwendungen wie Beleuchtung, Heizung, Lüftung und Klimatisierung sowie Förder und Handhabungstechnik zu. Das Framework ermöglicht eine konsistente GRI-KPI basierte Ist-Analyse der energiebasierten Emissionen sowie einen szenariobasierten Vergleich von Nachrüstoptionen. Ergänzend wurden Experteninterviews durchgeführt, um die im Excel-Tool implementierten Annahmen, Berechnungslogiken und Ergebnisse zu validieren sowie die praktische Anwendbarkeit des Frameworks zu bewerten. Der Anwendungsbereich ist auf Maßnahmen innerhalb der betrachteten Standortgrenze beschränkt.
| Titel in Übersetzung | Methodisches Framework zur Dekarbonisierung der Lagerlogistik in KMU: Identifikation und Priorisierung von Emissionstreibern und Reduktionsmaßnahmen in Retrofit-Projekten |
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| Originalsprache | Englisch |
| Qualifikation | Dipl.-Ing. |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 27 März 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Bibliographische Notiz
gesperrt bis 23-02-2031Schlagwörter
- Green logistics
- Dekarbonisierung von Lagerhäusern
- Intralogistik und Materialflusssysteme
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