Zur Hauptnavigation wechseln Zur Suche wechseln Zum Hauptinhalt wechseln

Modellierung der Lastentwicklung im Übertragungsnetz

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

Abstract

Die Stromversorgung befindet sich durch die fortschreitende Energiewende und die damit einhergehende Zunahme von fluktuierenden Einspeisern, Elektrifizierungsmaßnahmen und der steigenden E-Mobilität im Umbruch. Weiters war der Stromverbrauch in den letzten Jahren durch die COVID-19-Pandemie und den Krieg in der Ukraine erheblichen Schwankungen unterworfen. Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines kurzfristigen Strombedarfs-Forecast bis 2026 für das österreichische Übertragungsnetz. Darauf aufbauend soll ein langfristiger Ausblick bis 2035 auf die nationale Bedarfssituation gegeben werden. Eine technoökonomische Analyse der Lastentwicklung soll dabei als Ausgangspunkt für die Bedarfsmodellierung nach Wirtschaftssektor dienen. Insbesondere soll bei dieser Analyse der Einfluss von innovativen Energietechnologien wie der Elektromobilität, Wärmepumpen und dem Zubau von Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern auf den Stromverbrauch untersucht werden. Weiters soll der Zusammenhang mit wirtschaftlichen Parametern sowie mit Änderungen im sozialen Verhalten untersucht werden. Als Datengrundlage dient die Energiebilanz für elektrische Energie und die daraus abgeleitete und nach Nutzenergiekategorien unterteilte Nutzenergieanalyse des elektrischen Endenergieverbrauchs der Statistik Austria. Die technoökonomische Analyse wird jeweils für die einzelnen Sektoren durchgeführt. Hier wird jeweils der Stromverbrauch auf Korrelationen mit wirtschaftlichen Faktoren sowie der Zusammenhang mit der Änderung des Strompreises untersucht. Weiters wird die historische Entwicklung der Elektromobilität, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher sowie Elektrolyseure untersucht. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden zwei Szenarien für die Entwicklung des elektrischen Endverbrauchs erstellt: Ein progressives Szenario, in dem ambitionierte Ziele zur Elektrifizierung verfolgt werden sowie ein konservatives Szenario, in dem die aktuellen Entwicklungen und Trends fortgeschrieben werden und eine schwache wirtschaftliche Entwicklung angenommen wird. Aus diesen Szenarien zum elektrischen Endenergieverbrauch wird anschließend über das Berechnungsschema der Energiebilanz der Stromverbrauch im öffentlichen Netz ermittelt. Von 58,4 TWh im Jahr 2024 steigt der Stromverbrauch im öffentlichen Netz im progressiven Szenario bis 2026 auf 62,4 TWh, wohingegen im konservativen Szenario ein deutlicher Rückgang auf lediglich 52,1 TWh resultiert. Grund dafür sind in erster Linie die Annahmen einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung sowie die weiter sinkende Elektrifizierung im produzierenden Bereich. Auf Basis der erstellten kurzfristigen Szenarien wird zuletzt noch ein Ausblick auf die Bedarfssituation innerhalb der nächsten zehn Jahre gegeben. Hierfür werden die Kurzfristszenarien bis 2035 fortgeführt und mit der bestehenden Literatur verglichen. Im progressiven Szenario erfolgt dabei ein Anstieg des Stromverbrauchs im öffentlichen Netz auf 88,7 TWh und im konservativen Szenario resultieren 59,4 TWh.
Titel in ÜbersetzungModeling of load developments in the transmission grid
OriginalspracheDeutsch
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Kienberger, Thomas, Betreuer (intern)
  • Posch, Wolfgang, Mitbetreuer (intern)
  • Wallner, Stefan, Mitbetreuer (intern)
Datum der Bewilligung26 Juni 2026
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2026

Bibliographische Notiz

nicht gesperrt

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 7 – Erschwingliche und saubere Energie
    SDG 7 – Erschwingliche und saubere Energie
  2. SDG 8 – Anständige Arbeitsbedingungen und wirtschaftliches Wachstum
    SDG 8 – Anständige Arbeitsbedingungen und wirtschaftliches Wachstum

Schlagwörter

  • Lastmodellierung
  • Lastentwicklung
  • Übertragungsnetz
  • Österreich
  • Strombedarf
  • elektrischer Endenergieverbrauch

Dieses zitieren