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Risk Management in Plant Building Projects

Titel in Übersetzung: Risikomanagement in Anlagenbauprojekten

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

Abstract

Diese Arbeit untersucht, wie Risikomanagement in Anlagenbauprojekten umgesetzt wird, mit besonderem Fokus auf die Lücke zwischen etablierten theoretischen Konzepten und der tatsächlichen organisatorischen Praxis. Anlagenbauprojekte bewegen sich in komplexen Umfeldern mit hohem finanziellem Risiko, langen Projektlaufzeiten und ausgeprägten technischen Abhängigkeiten. Trotz der Verfügbarkeit anerkannter Risikomanagement-Standards stellt deren konsistente Anwendung in der Praxis für viele Unternehmen weiterhin eine Herausforderung dar. Der theoretische Teil der Arbeit behandelt zentrale Risikomanagement-Frameworks wie ISO 31000, PMBOK und COSO ERM. Zudem werden typische Risikokategorien im Anlagenbau, gängige Vertragsmodelle sowie die Entwicklung des Risikomanagements über die Projektphasen hinweg von der Angebotsphase bis zur Projektausführung analysiert. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übergang von der Vertriebs- in die Ausführungsphase, der in der Literatur als eine der kritischsten und anfälligsten Stellen im Risikomanagementprozess beschrieben wird. Der empirische Teil basiert auf semi-strukturierten Interviews mit leitenden Vertretern zweier österreichischer Unternehmen in der Anlagenbauindustrie. Die beiden Unternehmen unterscheiden sich hinsichtlich Größe, Eigentümerstruktur und dem Grad der Formalisierung ihres Risikomanagements. Unternehmen 1 verfolgt einen integrierten, erfahrungsbasierten Ansatz, der eng mit dem finanziellen Projektcontrolling verknüpft ist. Unternehmen 2 nutzt einen strukturierten, workshopbasierten Ansatz, der sich an ISO 31000 orientiert und durch ein zentrales Risikoregister unterstützt wird. Beide Ansätze erweisen sich innerhalb ihrer jeweiligen organisatorischen Kontexte als wirksam. Die vergleichende Analyse zeigt sowohl gemeinsame Stärken als auch gemeinsame Schwächen. Beide Unternehmen weisen gut etablierte Prozesse, funktionierende bereichsübergreifende Kommunikation und eine Integration des Risikomanagements in die Projektabläufe auf. Die größten Defizite liegen in beiden Fällen in der fehlenden systematischen Nutzung von Lessons Learned, im geringen Einsatz quantitativer Risikobewertungsmethoden sowie in Einschränkungen bei der Nutzung digitaler Tools für eine projektübergreifende Risikoanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass effektives Risikomanagement im Anlagenbau weniger vom Grad der Formalisierung abhängt, sondern vielmehr davon, wie konsequent der gewählte Ansatz angewendet wird, wie gut Risikoinformationen zwischen den Projektphasen übertragen werden und in welchem Umfang Projekterfahrungen zur Verbesserung zukünftiger Risikobewertungen genutzt werden. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden acht praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Unternehmen im Anlagenbau abgeleitet.
Titel in ÜbersetzungRisikomanagement in Anlagenbauprojekten
OriginalspracheEnglisch
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Siegmeth, Franz, Mitbetreuer (intern)
  • Posch, Wolfgang, Betreuer (intern)
  • Kogler, Alexander, Betreuer (extern), Externe Person
Datum der Bewilligung26 Juni 2026
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2026

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 28-05-2031

Schlagwörter

  • Risikomanagement
  • Anlagenbauprojekte
  • Projektrisiken
  • Risikobewertung
  • ISO 31000
  • Projektphasen
  • Angebotsphase
  • Ausführungsphase
  • Fallstudie

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