Schäden, Einflüsse und weitere Effekte in Abfallbehandlungsanlagen durch Störstoffe

Laura Löffler

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

Abstract

Um dem menschgemachten Klimawandel entgegenzuwirken und um die von der Europäischen Kommission definierten Recyclingquoten einzuhalten, wird nach innovativen Lösungskonzepten im Bereich der Abfallwirtschaft gesucht. Auch am Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) der Montanuniversität Leoben wird an einem „Abfallwirtschaftlichen Anlagensystem der Zukunft“ geforscht. Herausforderungen der Behandlungsprozesse von Abfällen bzw. der Gewinnung von Sekundärrohstoffen und Ersatzbrennstoffen sind dabei die stark schwankende Zusammensetzung der gemischten Siedlungsabfälle und das Auftreten von Störstoffen. Ein Forschungsschwerpunkt liegt daher auf dem Ermitteln möglicher Störstoffe in Abfallbehandlungsanlagen und dem Aufzeigen der unterschiedlichen Effekte die sich dadurch ergeben können. Durch das Durchführen einer Umfrage unter österreichischen und deutschen Betreibern von Behandlungsanlagen für feste, nicht gefährliche Abfälle aus Haushalt und Gewerbe konnte die Störstoffthematik näher analysiert werden. Die Häufigkeit mit der einzelne Störstoffe anfallen, die Aggregate an denen sie Probleme verursachen und die Effekte, die sich daraus ergeben wurden so untersucht. Die Daten der Gesamtteilnehmerzahl von 54 Firmenbetreibern, darunter mechanisch-biologische Behandlungsanlagen, Splittinganlagen und Ersatzbrennstoffhersteller, geben Aufschluss über den derzeitigen Stand der Technik bezüglich dem Anfall und Umgang mit Störstoffen in der Abfallbehandlung. Nach erfolgter Auswertung konnten drei verschiedene Störstoffgruppen identifiziert werden: Produkt-, Emissions- und Prozessstörstoffe. Die einzelnen Störstoffe wurden nach Art der hervorgerufenen Probleme in diese Gruppen eingeteilt. Die Umfrage hat gezeigt, dass besonders Metalle, große, sperrige Gegenstände, sowie Bänder, Netze und Schnüre häufig negative Effekte hervorrufen. Am häufigsten betroffen von den Störstoffen sind Zerkleinerungsaggregate und Siebe, gefolgt von Förderbändern und Umlenkrollen. Die Auswirkungen auf den Behandlungsprozess der Abfälle sind dabei ganz unterschiedlich. Bei den Experteninterviews wurde von erhöhtem Verschleiß der Aggregate, geringerem Durchsatz und verminderter Produktqualität des Sekundärrohstoffs oder Ersatzbrennstoffs, bis hin zu einer Gefährdung der Mitarbeiter durch Brände und Explosionen alles genannt. Die zahlreichen, teils schwerwiegenden Probleme, unterstreichen die Dringlichkeit der Forschung und Entwicklung auf dem Sektor der innovativen Abfallbehandlung.
Titel in ÜbersetzungDamages, influences and further impacts of impurities in waste treatment plants
OriginalspracheDeutsch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Sarc, Renato, Mitbetreuer (intern)
  • Pomberger, Roland, Betreuer (intern)
  • Möllnitz, Selina, Mitbetreuer (intern)
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2021

Bibliographische Notiz

gesperrt bis null

Schlagwörter

  • Störstoffe
  • Abfallbehandlung
  • Splittinganlage
  • EBS
  • mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage
  • MBA
  • Effekte
  • Einflüsse
  • Österreich
  • Deutschland
  • Bestandsaufnahme

Dieses zitieren