Sekundärrohstoffbasierte Versatzprodukte im Bergbau – Mineralwolleabfälle für den ressourcenschonenden Versatz

Theresa Magdalena Sattler, Robert Galler (Mit-Herausgeber), Daniel Vollprecht (Mit-Herausgeber)

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikelForschung

Abstract

Versatz wird im Bergbau aus sicherheitstechnischen, umweltrelevanten, bergtechnischen und wirtschaftlichen Gründen durchgeführt. Durch den Einsatz von Versatzprodukten kann die Gebirgsfestigkeit sowie die Stabilität erhöht werden. Somit können beispielsweise einsturzgefährdete Hohlräume aus aufgelassenen Bergbauen gesichert und Bergschäden, wie z. B. Tagbrüche, vermieden werden. Um ein bergbaufremdes Material einzusetzen, müssen rechtliche Vorgaben erfüllt werden, die Notwendigkeit der Versatztätigkeit muss begründet werden und das eingesetzte Versatzprodukt hat mechanische und chemische Eigenschaften zu erfüllen. Der Versatz mit sekundärrohstoffbasiertem Material kann die geforderten Funktionen erfüllen, wenn eine geeignete Versatzrezeptur entwickelt wurde. Im Fall von Mineralwolleabfall kann dieser, nach dem Einbringen in eine Bindemittelmatrix, als Bestandteil eines Versatzprodukts eingesetzt werden. Da Mineralwolleabfälle aktuell in Österreich deponiert werden, ab dem 01.01.2027 jedoch ein Verbot für die Deponierung von Mineralwolleabfälle durch den Gesetzgeber beschlossen wurde, stellt die „sonstige Verwertung“ im Bergversatz eine sinnvolle Alternative dar.
OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)618-622
Seitenumfang5
FachzeitschriftBerg- und hüttenmännische Monatshefte : BHM
Jahrgang166.2021
Ausgabenummer12
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 18 Nov. 2021

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