Abstract
Digitale Technologien gelten als zentrale Hebel zur Effizienzsteigerung in kleinen und mittleren Unternehmen. Gerade in projektorientierten Handwerksbetrieben ist ihr tatsächlicher Nutzen jedoch nicht selbstverständlich. Hohe Variantenvielfalt, gewachsene Prozessstrukturen, begrenzte personelle Ressourcen und fehlende Systemdurchgängigkeit führen dazu, dass digitale Werkzeuge in der Praxis nicht allein nach ihrer technologischen Leistungsfähigkeit zu bewerten sind. Entscheidend ist, ob sie unter realen betrieblichen Bedingungen kritische Prozessstellen entlasten. Daher untersucht die vorliegende Arbeit, unter welchen Bedingungen digitale Effizienzsteigerungsmaßnahmen in einem projektorientierten Tischlereibetrieb wirksam werden und wie ihr Nutzen techno-ökonomisch bewertet werden kann. Digitale Maßnahmen werden dabei nicht isoliert als technische Einzellösungen, sondern im Zusammenhang mit konkreten Prozessrestriktionen, betrieblichen Schnittstellen und organisatorischen Rahmenbedingungen analysiert. Methodisch verbindet die Arbeit einen theoretischen Bezugsrahmen mit systematischer Literaturrecherche und einer Fallstudie. Auf Basis der Theory of Constraints wird untersucht, an welchen Stellen digitale Maßnahmen in informationsintensiven Planungs- und Umsetzungsprozessen besonders wirksam ansetzen. Daran anknüpfend werden relevante Forschungsbeiträge zu digitalen Planungs-, Erfassungs- und Unterstützungsprozessen im Innenausbau zu einem analytischen Bezugsrahmen verdichtet. Im empirischen Teil wird eine digitale Hauptintervention in einem realen Unternehmensprozess ausgewählt, implementiert und hinsichtlich ihrer prozessualen und wirtschaftlichen Wirkungen bewertet. Die Arbeit zeigt, dass digitale Effizienzsteigerung im KMU-Kontext nicht primär eine Frage maximaler Technologietiefe ist. Ausschlaggebend sind die Anschlussfähigkeit an bestehende Arbeitsabläufe, die Qualität der erzeugten Datenbasis sowie die gezielte Reduktion von Medienbrüchen, manuellen Übertragungen und nachgelagerter Nachbearbeitung. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zum Verständnis digitaler Wirksamkeit in projektorientierten Unternehmen und schafft eine nachvollziehbare Grundlage für betriebliche Investitions- und Umsetzungsentscheidungen.
| Titel in Übersetzung | Techno-economic analysis of digital efficiency improvement measures: A case study in a carpentry business |
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| Originalsprache | Deutsch |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in / Berater/-in |
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| Datum der Bewilligung | 26 Juni 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Bibliographische Notiz
gesperrt bis 18-05-2031Schlagwörter
- Techno-ökonomische Analyse
- Digitalisierung
- Effizienzsteigerung
- Kleine und mittlere Unternehmen
- KMU
- Tischlereibetrieb
- Innenausbau
- Innenarchitektur
- Prozessoptimierung
- Theory of Constraints
- Engpassanalyse
- Digitales Aufmaß
- iMapper
- Fallstudie
- Investitionsbewertung
- Amortisationsrechnung
- Total Cost of Ownership
- Prozessanalyse
- Digitale Planung
- Datenintegration
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