The geology of the Lauterbach Gasfield: Geologic modeling in a complex depozone

Titel in Übersetzung: Die Geologie des Lauterbach Gasfeldes

Martin Andreas Geissler

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

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Abstract

Das Gasfeld Lauterbach wurde in einem „wedge-top“ Ablagerungsraum gebildet. Es zeichnet sich daher durch einen sehr komplexen Aufbau aus. Aus diesem Grund veränderte jede neu abgeteufte Bohrung das Verständnis für die Lagerstätte grundlegend. Das Ziel dieser Arbeit war es, die komplexe strukturelle und sedimentologische Geschichte des Lautberbach Gasfeldes zu erfassen und in einem statischen geologischen 3D Modell abzubilden. Dieses sollte auch den Anforderungen einer dynamischen Reservoirsimulation genügen. Die Basis für diese Studie bildet ein Datensatz bestehend aus 3D seismischen Daten und Daten von Bohrungen, die von der Rohöl-Aufsuchungs AG zur Verfügung gestellt wurden. Das Lauterbach Becken ist ein Piggy-back Becken das an der salzburgisch-/oberösterreichischen Grenze liegt und sich über den Molasse Schuppen gebildet hat. Das Becken hat eine Ausdehnung von ca. 5.5 x 3.5 km und wird im Süden durch den Alpenkörper überschoben. Über der Beckenbasis, die durch eine regional verfolgbare Erosionsfläche definiert ist, wurden fünf gasführende Sedimentintervalle abgelagert. Die turbiditischen Sedimente werden hauptsächlich aus Richtung SSE in das Becken eingetragen, in tieferen Intervallen ist auch Sedimenteintrag aus östlicher Richtung erkennbar. Zwei Hauptfaktoren sind bei der Beckenentwicklung maßgebend: synsedimentäre Deformation durch den Druck der unterlagernden Molasse Schuppen und die hohe Anzahl erosiver Ereignisse, die in der Sedimentabfolge erkennbar ist. Die Log-Korrelation und die Interpretation von seismischen Daten stellten sich als herausfordernd dar, da die Schichtmächtigkeiten oft in der Größenordnung der seismischen Auflösung oder darunter liegen. Aus diesem Grund sind in den seismischen Daten Top und Basis eines Intervalls nicht seperat auflösbar. Auf der Basis von synthetischen Seismogrammen lassen sich die Reflektoren dem Top des zugehörigen Reservoirintervalls zuordnen, die Basis der einzelnen Reservoir Zonen wurde über Mächtigkeitskarten konstruiert. Der Trend in der Mächtigkeitsvariation der Schichtpakete wurde aus der seismischen Amplitude abgeleitet. Weiters bilden Druckdaten aus Tests eine wichtige Hilfestellung in der Identifikation der Konnektivität von einzelnen Intervallen. Um die komplexe Geologie des Ablagerungsmilieus in einem 3D Modell abbilden zu können, wurde die fazielle Ausbildung der vorliegenden Sedimente in der Modellierung berücksichtigt. Die Charakterisierung und Verteilung der unterschiedlichen Faziesgruppen bildet eine wichtige Grundlage für die abschließende Bestimmung der Kohlenwasserstoffmenge in der Lagerstätte. Die berechneten Volumina zeigeten eine hervoragende Übereinstimmung mit jenen, die unabhängig aus Druckdaten der produzierenden Bohrungen ermittelt wurden.
Titel in ÜbersetzungDie Geologie des Lauterbach Gasfeldes
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Sachsenhofer, Reinhard, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung17 Dez. 2010
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2010

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 23-09-2015

Schlagwörter

  • Molassezone (Österreich)
  • Piggyback Becken
  • Turbidite
  • Geolgoische Modellierung

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