Zur Hauptnavigation wechseln Zur Suche wechseln Zum Hauptinhalt wechseln

Transport Solutions for Small-Scale CO2 Emitters in Austria

Titel in Übersetzung: Transportlösungen für kleinmaßstäbliche CO2-Emittenten in Österreich

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

16 Downloads (Pure)

Abstract

Diese Arbeit untersucht wie dezentral verteilte CO2-Emittenten mit teils kleinen Emissionsmengen in Österreich in eine zukünftige CO2-Transportinfrastruktur integriert werden können. Für Österreich liegt bereits eine Machbarkeitsstudie für ein nationales CO2-Pipelinenetz mit Fokus auf große Punktquellen vor. Zahlreiche Emittenten sind jedoch räumlich dezentral verteilt oder wirtschaftlich nicht direkt an die geplanten Pipelinekorridore anbindbar. Für diese Standorte sind daher alternative Transportlösungen erforderlich, die eine Anbindung über definierte Einspeise- bzw. Umschlagpunkte (Hubs) unter technischen, logistischen und wirtschaftlichen Randbedingungen ermöglichen.
Ausgehend vom moderaten Dekarbonisierungspfad dieser Machbarkeitsstudie demonstriert die Arbeit ein generalisiertes, hub-basiertes Bewertungsverfahren für diskontinuierliche Transporte von flüssigem CO2 mittels LKW und Zug im mittleren Druckniveau (14–20 bar). Nicht-pipeline-angebundene Emittenten werden im 2050-Szenario räumlich identifiziert, hinsichtlich direkter Bahnzugänglichkeit klassifiziert und geeigneten Co-Location- oder Cluster-Hubs zugeordnet. Anschließend werden Straßen- und Bahntransportdistanzen ermittelt und in ein einheitliches Kostenmodell überführt, welches die spezifischen Transportkosten (€/t) für LKW und, sofern möglich, Bahn vergleicht. Bei geringen Kostendifferenzen wird zusätzlich ein ökologischer Vergleich der jeweiligen Transportemissionen als sekundäres Entscheidungskriterium angewendet.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine Integration dezentraler Emittenten über Hub-basierte Anbindungen im betrachteten Szenario realisierbar sind. Insgesamt werden 54 nicht direkt angebundene Emittenten bewertet, davon verfügen 33 über einen direkten Bahnanschluss. Die Straßenentfernungen (eine Richtung) liegen zwischen 6 und 114 km (Median 32 km), die Bahnstrecken zwischen 5 und 145 km (Median 39,9 km). Die spezifischen Transportkosten betragen für LKW 1,4–40,3 €/t (Median 7,6 €/t) und für den Zug 0,7–21,3 €/t (Median 7,4 €/t). Die finale Empfehlung ordnet 34 Emittenten dem LKW-Transport und 19 dem Bahntransport zu, einschließlich jener Fälle, in denen die Bahn bei ähnlichem Kostenniveau aufgrund geringerer betrieblicher Emissionen bevorzugt wird. Insgesamt bietet der hub-orientierte Netzentwurf jedem Emittenten vergleichbare Einspeisemöglichkeiten. Darüber hinaus kann beim Zugtransport durch Bündelung entlang gemeinsamer Routen ein Potenzial für zusätzliche Kosten- und Auslastungsvorteile gezeigt werden.
Titel in ÜbersetzungTransportlösungen für kleinmaßstäbliche CO2-Emittenten in Österreich
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Langbauer, Clemens, Betreuer (intern)
  • Yoshioka, Keita, Mitbetreuer (intern)
Datum der Bewilligung27 März 2026
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2026

Bibliographische Notiz

nicht gesperrt

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 7 – Erschwingliche und saubere Energie
    SDG 7 – Erschwingliche und saubere Energie
  2. SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
    SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und Produktion

Schlagwörter

  • CO2-Transportlogistik
  • CCUS-Infrastruktur
  • Multimodaler CO2-Transport
  • Planung von CO2-Pipelinenetzen
  • Nichtleitungsgebundener CO2-Transport
  • Lebenszyklusanalyse (LCA)
  • Hard-to-abate-Industrie
  • Industrie-Dekarbonisierung
  • Österreichische Carbon-Management-Strategie
  • CO2-Punktquellen
  • Techno-ökonomische Bewertung (TEA)
  • Source-to-Network-Matching

Dieses zitieren