Tunnelbau im Karst am Beispiel des Steinbühltunnels

Romedius Riedler

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

1412 Downloads (Pure)

Abstract

Tunnelbau im Karst stellt eine besondere Herausforderung dar. Die vorliegende Arbeit behandelt in einem ersten Teil den Karst in seiner Terminologie, seiner geographischen Verbreitung und seiner Genese. Das Phänomen Karst tritt in verschiedenen Gesteinsarten auf, wie dem Salzgestein, dem Sulfatgestein und dem Karbonatgestein. Der Steinbühltunnel des Albaufstieges der Deutschen Bahn durchörtert verkarstete Karbonatgesteine wie Muschelkalke und Dolomite. Diese geologischen Voraussetzungen erfordern aufwändige Vorarbeiten der Baugrunderkundung und Methoden der Karsterkundung. Zur Karsterkundung gehört die direkte Erkundung durch Bohrungen mit Aufzeichnung der Bohrparameter und die indirekte Erkundung durch geophysikalische Messmethoden wie elektrische Widerstandsmessungen, Georadarverfahren, seismische und gravimetrische Messungen. Ein fundiertes Karsterkundungskonzept bildet die Grundlage für eine problemlose Ausführung der Tunnelbauarbeiten des Steinbühltunnels. Karst beeinflusst nicht nur die Vorauserkundung zur Bauausführung, sondern auch die eigentlichen Vortriebsarbeiten sowie Planung, Bemessung und Herstellung der Tunnelinnenschale. Die Karstgeologie verlangt eine gute Zusammenarbeit aller beteiligten Projektpartner sowie besondere bauvertragliche Regelungen. Im letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit sind Vorschläge für zukünftige Tunnelprojekte im Karst angegeben.
Titel in ÜbersetzungTunneling in karst at the Steinbühl tunnel
OriginalspracheDeutsch
QualifikationDipl.-Ing.
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Galler, Robert, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung21 Okt. 2016
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2016

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 23-09-2017

Schlagwörter

  • Karst
  • Tunnelbau
  • Steinbühltunnel
  • Albaufstieg
  • Mikrogravimetrie
  • Bohrlochradar

Dieses zitieren