Verwendung von Tunnelausbruchmaterial – Entscheidungsgrundlagen

Daniel Resch

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenDissertation

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Abstract

Zurzeit befindet sich in Österreich eine große Anzahl an Untertagebauprojekten im Bau oder in der Planung. Hierbei werden große Mengen an Ausbruchmaterial anfallen, die bis heute hauptsächlich als Schüttmaterial verwendet oder deponiert werden. Wird hingegen dieses Ausbruchmaterial als mineralischer Rohstoff verwendet, können dadurch natürliche Ressourcen mineralischer Rohstoffe geschont werden. Gleichzeitig verringern sich z.B. durch reduzierte Transportwege und Deponieflächen die negativen Belastungen einer Untertagebaustelle auf die Umwelt. Die Verwendung von Ausbruchmaterial ist dabei wesentlich von den Gesteinseigenschaften und dem Bedarf an mineralischen Rohstoffen abhängig. Einen wesentlichen Einfluss auf die Verwendbarkeit des Ausbruchmaterials hat auch die Lösemethode. Betrachtet man das Ausbruchmaterial so lässt sich vor allem in Bezug auf die Korngrößenverteilung, die Kornform sowie die chemischen Eigenschaften ein Unterschied zwischen TBM‐ und NÖT‐Vortrieb feststellen. Zur näheren Beschreibung der chemischen Eigenschaften wurden daher von verschiedenen ausgeführten Tunnelprojekten chemische Untersuchungen des Ausbruchmaterials ausgewertet. Auch die Menge und der Zeitpunkt des anfallenden Ausbruchmaterials sind wesentlich von der Vortriebsart abhängig. Durch die unterschiedlichen Vortriebsleistungen sind eventuell erforderliche Zwischenlager bzw. Aufbereitungsanlagen unterschiedlich zu dimensionieren. Zur Abschätzung des Materialanfalls bzw. Materialbedarfs wurde daher ein Berechnungsprogramm entwickelt. Mithilfe dieses Programms können Variantenstudien für verschiedene Verwendungsszenarien problemlos durchgeführt werden. Um den Nachweis zu erleichtern, ob das zu erwartende Ausbruchmaterial einer Verwendung zugeführt werden kann, wurde eine Empfehlung von durchzuführenden Materialuntersuchungen erstellt. Die dabei ermittelten Materialkennwerte bilden in der Folge die Eingangsparameter einer Bewertungsmatrix. Mithilfe dieser Bewertungsmatrix werden die technischen, chemischen und mineralogischen Eigenschaften des zu erwartenden Ausbruchmaterials angegebenen Grenzwerten gegenübergestellt. Durch die Bestimmungen von ausgewählten Materialeigenschaften können so übersichtlich mehrere Verwendungspotentiale gleichzeitig beurteilt werden.
Titel in ÜbersetzungUse of tunnel excavation material - boundary conditions
OriginalspracheDeutsch
QualifikationDr.mont.
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Jodl, Hans Georg, Beurteiler B (extern), Externe Person
  • Galler, Robert, Beurteiler A (intern)
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2012

Bibliographische Notiz

gesperrt bis null

Schlagwörter

  • Tunnelbau
  • Ressourcenschonung
  • Abfallerecht

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