W-Sn mineralisation in calc-silicate rocks of the Basal Amphibolite unit at Messelingscharte (Felbertauern area, Austria)

Titel in Übersetzung: W-Sn Mineralisation in Kalksilikatgesteinen der Basisamphibolit-Einheit auf der Messelingscharte (Felbertauern Gebiet, Österreich)

Alexander Ordosch

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

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Abstract

Auf der Messelingscharte (Felbertauern, Tauern Fester) befindet sich eine ungewöhnliche W-Sn Mineralisation, die an frühpaläozoische Amphibolite des Basisamphibolits gebunden ist. Dieses Vorkommen beinhaltet vier Typen von Scheelit-Vererzungen: (1) Scheelit-führende Kalksilikatlinsen, (2) Diskordante, verfaltete Quarz-Scheelit Gänge, (3) Scheelit in konkordanten mylonitischen Quarz-Amphibolit Lagen und (4) Scheelit auf Kluftflächen. Die ersten beiden Typen bildeten sich wahrscheinlich prä-alpidisch (variszisch?). Der Basisamphibolit ist aus mehreren Amphibolit-Typen, Hornblende-Biotit Schiefer, Hornblende Fels und Hornblende-Biotit Gneis aufgebaut, wobei der zuletzt genannte diskordante intrusive Kontakte zum Nebengestein aufweist, jedoch co-magmatisch ist. Die Amphibolite haben eine ähnliche geochemische Signatur wie angereicherte Backarc-Basalte. Wolfram-führende Kalksilikatgesteine treten als unregelmäßige Linsen im Meter-Bereich auf und bestehen hauptsächlich aus Klinozoisit, Quarz, Plagioklas mit Nebengemengteilen von Scheelit, Titanit und Chlorit. In der Gesamtgesteins-Geochemie dieser Gesteine wurden ungewöhnlich hohe Gehalte an W (≤6,14 Gew% WO3), Sn (≤1254ppm SnO2), Be (≤41ppm) und Buntmetallen (Cu, Pb, Zn; ∑≤2500ppm) festgestellt. Drei verschiedene Scheelit-Generationen können aufgrund von Mikrogefüge, Zonierung, Mo-Gehalt und Lumineszenzfarbe unterschieden werden. Die erste Generation befindet sich normalerweise im Kern von großen Scheelit Porphyroblasten, ist grobkörnig und Mo-reich (0,82-1,7 Gew% MoO3). Dieser primäre Scheelit bildete sich wahrscheinlich prä-alpidisch (variszisch?). Die Scheelit-Generationen 2 und 3 sind Mo-arm bzw. -frei und bildeten sich durch metamorphe Mobilisierung und als Rekristallisationsprodukte während der variszischen (?) und/oder jung-alpidischen Regionalmetamorphose. Ähnlich wie in der W-Lagerstätte Felbertal (dort Scheelit 1 und 2) wurde prä-alpidischer Mo-reicher Scheelit im Zuge von zwei Metamorphose-Stadien überprägt. Charakteristisch für das W-Vorkommen Messelingscharte ist das Auftreten von Silikat-gebundenem Zinn, welches durch Substitution in Klinozoisit und Titanit eingebaut wird (Klinozoisit ≤3,00 Gew% SnO2, =0,09 apfu; Titanit ≤6,48 Gew% SnO2). Durch die metamorphe Rekristallisation von Sn-reichem Klinozoisit (grobkörnige anhedrale Körner mit irregulären Sn-reichen Lamellen), entsteht feinkörniger, euhedraler Sn-freier Klinozoisit. Die Subsitution von (Al,Fe)3+ durch (Sn,Ti)4+ ist mit gekoppelten Einbau von zweiwertigen Kationen, wie Fe2+, verbunden. Titanit zeigt eine unregelmäßige Zonierung verursacht durch unterschiedliche Sn-Gehalte und führt selten rundliche, sehr feinkörnige (
Titel in ÜbersetzungW-Sn Mineralisation in Kalksilikatgesteinen der Basisamphibolit-Einheit auf der Messelingscharte (Felbertauern Gebiet, Österreich)
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Raith, Johann, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung30 Juni 2017
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2017

Bibliographische Notiz

gesperrt bis null

Schlagwörter

  • Wolfram
  • Zinn
  • Lagerstätte
  • Hohe Tauern
  • Tauern Fenster
  • Skarn
  • Kalksilikatgestein
  • Amphibolit
  • Basisamphibolit
  • Geochemie
  • Scheelit
  • Klinozoisit
  • Titanit

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