Wasserstoffeinfluss auf die chloridinduzierte Spannungsrisskorrosion austenitischer Stähle

Thomas Rauscher

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenDiplomarbeit

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Abstract

Werkstoffschädigung infolge von Spannungsrisskorrosion (SRK) stellt in mehrerlei Hinsicht ein schwerwiegendes technisches Problem dar. Einerseits wird dieser Versagensmechanismus durch seine verformungsarme Bruchcharakteristik nicht, oder nur schwerlich wahrgenommen, andererseits kann es durch hohe Rissausbreitungsgeschwindigkeiten zu einem plötzlichen und somit katastrophalen Bauteilversagen kommen. Weiters können durch den korrosiven Angriff duktile Metalle auch bei unkritischer mechanischer Belastung scheinbar spröde versagen. Trotz des erheblichen Forschungsaufwandes und den bisher erzielten Fortschritten auf diesem Gebiet, ist es bislang noch nicht gelungen eine umfassende Theorie aufzustellen, mit der sich all die unterschiedlichen Korrosionserscheinungsformen die hierbei auftreten, erklären lassen. Auch die verschiedenen Einflussfaktoren werden in der Literatur kontrovers diskutiert. Im Zuge dieser Arbeit wird nun untersucht, welchen Einfluss der Wasserstoff in wässrigen chloridhältigen Medien, auf die SRK austenitischer Stählen hat. Zusätzlich wurde auch der Einfluss des pH-Wertes, des Potentials und der Einfluss von Korrosionspromotoren (As2O3) untersucht. Bei dem geprüften Werkstoff handelt es sich um einen austenitischen CrMnN-Stahl. Es wurden 4-Punkt-Biegeversuche unter konstanter Belastung in heißen 50% Wt. CaCl2 – Lösungen durchgeführt. Um den Einfluss des pH-Wertes abzuklären sind diesem Elektrolyten noch vereinzelt NaOH oder H2SO4 zugesetzt worden. Zur Abklärung der Potentialabhängigkeit wurden zusätzlich noch Proben sowohl kathodisch als auch anodisch beladen. Während der Versuche sind die Potential-Zeit-Verläufe aufgezeichnet worden und die Standzeiten der Proben ermittelt worden. Im Anschluss wurden lichtmikroskopische Untersuchungen sowie Heißauslagerungsanalysen zur Wasserstoffbestimmung durchgeführt. Repräsentative Proben wurden zusätzlich noch im Rasterelektronenmikroskop untersucht.
Titel in ÜbersetzungHydrogen influence on the chloride induced stress corrosion cracking of austenitic steels
OriginalspracheDeutsch
QualifikationDipl.-Ing.
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Mori, Gregor Karl, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung8 Apr. 2011
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2011

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 01-03-2016

Schlagwörter

  • Wasserstoff
  • Spannungsrisskorrosion
  • korrosionsbeständiger austenitischer Stahl
  • 4-Punktbiegeversuch
  • Heißauslagerungsanalyse

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