Globale Grenzen des natürlichen Phosphorkreislaufs als schleichende Katastrophe: Eine sozio-ökonomische Perspektive

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Abstract

Im Rahmen dieser interdisziplinären Arbeit wurde versucht der Frage nachzugehen,
inwieweit die globalen Grenzen des natürlichen Phosphorkreislaufs als schleichende
Katastrophe wahrgenommen werden. Da Unternehmen und Wirtschaft die
Schnittschnelle zwischen Gesellschaft und Technologie bilden, wurden in einem semistrukturierten Review Nachhaltigkeitsberichte von 17 ausgewählten Unternehmen entlang
der Wertschöpfungskette des kritischen Rohstoffes Phosphor (P) daraufhin analysiert.
Die Bandbreite des Wahrnehmungsgrades reichte dabei von nicht vorhanden bis hin zu
konkreten Strategien des Wiedereinsatzes von recyceltem Phosphor. Auffällig war eine
branchenspezifische Diskrepanz. Basierend auf den Ergebnissen wurden
Lösungsvorschläge erarbeitet (Recyclingquote, Roadmapping-Prozess) und drei
Triebkräfte extrahiert, die den Nachhaltigkeitsgedanken in Bezug auf Phosphor am
effektivsten zu beeinflussen in der Lage zu sein scheinen – regulative Vorgaben,
Konsumverhalten und Investorenverhalten. Diese könnten zukünftig auch als Indikatoren
im Zusammenhang mit Phosphor eine Legitimation dieser fragilen Dynamik mit
krisenhafter Komponente detektieren.
Original languageGerman
Number of pages21
Publication statusPublished - 31 May 2022

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