Aplite Hosted Reichenspitz-Type Molybdenite Mineralization in the Central Tauern Window, Salzburg/Tyrol

Publikationen: Thesis / StudienabschlussarbeitMasterarbeitForschung

Abstract

In den subpenninischen Zentralgneisen des Tauernfensters treten ganggebundene Molybdänmineralisationen auf; die Typlokalität ist die Alpeiner Scharte im Tuxer Kern. Im die Reichenspitze aufbauenden Aplitgranit ist eine Molybdänmineralisation mit abweichenden mineralogischen und strukturellen Eigenschaften entwickelt. Die Mineralisation ist an die Bereiche Reichenspitze-Gabler-oberes Mannlkar-oberes Roßkar und den Grat N-Zillerscharte zur Zillerplattenscharte gebunden. Ein signifikanter Gletscherrückgang in den letzten 60 Jahren machte ein Update der geologischen Karte notwendig, da dadurch zusätzliche aplitische Intrusionskörper und Störungen aufgeschlossen wurden. Der postorogene A-Typ Aplitgranit ist vor 282±6 Millionen Jahren (Besang et al., 1968) in die umgebenden älteren, ebenfalls variszischen I-Typ Plutone intrudiert. Der Aplitgranit hat SiO2 Gehalte von 73-77%, die Gneise weisen 70-73% SiO2 auf. Beide Lithologien haben einen niedrigen CaO-Gehalt (1-3% bei den Gneisen; unter 1% bei den Apliten) und die Aplite sind im Verhältnis zu den Gneisen an K2O angereichert (3-4% bei den Gneisen; 4-6% bei den Apliten). Die Aplite sind mit high field strength elements angereichert und weisen eine negative chondritnormalisierte Eu Anomalie auf. Im pneumatolytischen Stadium entwickelte sich ein low-grade low fluorine calc-alkaline molybdenum porphyry system, das Ähnlichkeit mit dem Mo Porphyry in Endako, British Columbia hat. Der Molybdänit tritt in Quarzgängen und Imprägnationen gemeinsam mit wenig Pyrit und Spuren von Chalkopyrit, Bi-Te-Mineralen (gediegen Wismut, Bismuthinit und andere Phasen), Uraninit and Thorit auf und ist oft mit ENE-WSW streichenden regionalen Störungen assoziiert. In der Mineralisation sind Mo, Cu, Y, Ce, Rb, Th und U gegenüber dem Nebengestein angereichert, Ba, Sr und Li sind abgereichert. Während der alpidischen Orogenese wurden im Zuge der Tauernkristallisation zumindest Bedingungen der oberen Grünschieferfazies erreicht und es erfolgte eine verbreitete Saussuritisierung der Plagioklase. Dabei bildeten sich durch Remobilisation sekundäre Molybdänminerale, Seltene Erden enthaltende Minerale (z.B. eine auffällige Allanit-Zirkon-Thorit Vergesellschaftung) und verschiedene analytisch schlecht charakterisierbare Bi-Phasen.

Details

Titel in ÜbersetzungAplitgebundene Molybdänitmineralisation vom Typ Reichenspitze im zentralen Tauernfenster, Salzburg/Tirol
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
Betreuer/-in / Berater/-in
Datum der Bewilligung14 Dez 2018
StatusVeröffentlicht - 2018