Diffusion von Wasserstoff in Reineisen

Publikationen: Thesis / StudienabschlussarbeitDiplomarbeitForschung

Abstract

Ziel dieser Arbeit war es, das Verhalten von Wasserstoff in ARMCO-Eisen genauer zu untersuchen. Wasserstoff kann sich im Metall an sogenannte Fallen anlagern, zu denen alle mikrostrukturellen Veränderungen zählen. Durch die Bindungsenergie zu Wasserstoff können diese in reversible und irreversible Fallen unterschieden werden. Da im Gegensatz zu reversiblen, der Wasserstoff in irreversiblen Fallen durch die starke Bindung dauerhaft gebunden wird, ist eine Fallenunterscheidung von großer Bedeutung. Für die Charakterisierung dieser Fallen wurden in dieser Arbeit drei Zustände von ARMCO-Eisen untersucht: Geglüht, hochverformt und rekristallisiert. Die Charakterisierung des Gefüges erfolgte mittels Lichtmikroskop, Rasterelektronenmikroskop und Transmissionselektronenmikroskop. Das Diffusionsverhalten wurde durch Be- und Entladungszyklen mit Hilfe der elektrochemischen Permeationsmessmethode nach Devanathan und Stachurski ermittelt. Nach erfolgter Literaturrecherche wurde ein Auswerteverfahren erarbeitet, mit welchem man zwischen reversible und irreversible Fallen im Werkstoff unterscheiden kann. Die Untersuchungen ergaben, dass bezogen auf den gesamten Fallenanteil der Probe, der geglühte und der rekristallisierte Zustand mehr irreversible als reversible Fallen besitzen. Der hochverformte Zustand zeigt genau das umgekehrte Verhalten und besitzt mehr reversible Fallen.

Details

OriginalspracheDeutsch
QualifikationDipl.-Ing.
Betreuer/-in / Berater/-in
Datum der Bewilligung30 Okt 2015
StatusVeröffentlicht - 2015