Hydrocarbon potential of Eocene and Oligocene-Miocene source rocks of the Paratethys

Publikationen: Thesis / StudienabschlussarbeitDissertationForschung

Organisationseinheiten

Abstract

Der Bereich der Paratethys erstreckt sich von der heutigen Schweiz bis an die Küste Kasachstans und beheimatet eine Vielzahl an Kohlenwasserstoffprovinzen. Die meisten dieser Provinzen beinhalten Kohlenwasserstoffe, die in eozänen oder oligo-/miozänen Muttergesteinen generiert wurden. Im Zuge dieser Arbeit wurden Kohlenwasserstoff-Muttergesteine in vier Sedimentbecken untersucht: im nordalpinen Vorlandbecken in Deutschland, in der Waschbergzone in Österreich sowie im Rioni und im Kura Becken in Georgien. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die eozäne Kuma-Formation im Rioni Becken ein hervorragendes Muttergestein ist und unter einer Oberfläche von 1 m² bis zu 2 Tonnen Kohlenwasserstoffe (tHC/m²) generieren kann. Dies lässt den Schluss zu, dass die Mergel der Kuma-Formation ein wichtiges Muttergestein im östlichen Schwarzmeer- und Kaukasusraum sind. Trotzdem werden die Muttergesteine im dem Oligo-/Miozän, wie zum Beispiel die Schöneck-Formation oder die Maikop-Gruppe, weiterhin als die bedeutendsten Muttergesteine der Paratethys erachtet. Aufgrund der großen lateralen Ausdehnung der Paratethys unterscheiden sich die Ablagerungsbedingungen und das Muttergesteinspotential. Die unteroligozänen Schöneck- und Dynow-Formationen gehören zu den wichtigsten Muttergesteinen des nordalpinen Vorlandbeckens, welches ein Teil der westlichen und zentralen Paratethys ist. Bis zur Veröffentlichung dieser Studie war nur das Potential im österreichischen Teil bekannt. Detaillierte Untersuchungen von Kernmaterial aus dem bayrischen Teil des Beckens zeigen, dass große Ähnlichkeiten zwischen den gleichalten Gesteinen in Bayern und Österreich auftreten. Zum Beispiel werden in beiden Teilen die höchsten TOC Werte im oberen Bereich der Schöneck-Formation erreicht. Gemeinsam können die Schöneck- und Dynow-Formationen in Bayern bis zu 0.5 tHC/m² generieren. Die Waschbergzone in Niederösterreich verbindet das nordalpine Vorlandbecken mit den Karpaten und beheimatet die Ottenthal- und Thomasl-Formationen. Interessanterweise enthält die unteroligozäne Ottenthal-Formation, ähnlich wie in den Karpaten, Diatomeen (Chert- und Dynow-Member). Dies steht im Kontrast zu den äquivalenten Schichten des nordalpinen Vorlandbeckens. Das Muttergesteinspotential der untersuchten Ottenthal-Formation ist gering, wohingegen die Thomasl-Formation, die in Bohrungen untersucht wurde, ein moderates Gaspotential aufweist. Das beste Erdölmuttergestein der östlichen Paratethys ist die oligo-/miozäne Maikop-Gruppe. Ihr Muttergesteinspotential im Rioni Becken ist groß (~4 tHC/m²) und damit bei weitem höher als in großen Teilen der östlichen Paratethys. Im Gegensatz dazu kann das Kohlenwasserstoffpotential der Maikop-Gruppe im Kura Becken als irrelevant bezeichnet werden. Alle untersuchten Gesteinsabfolgen wurden in relativer Ufernähe unter sauerstoffarmen Bedingungen abgelagert. Der Anteil an Landpflanzen am organischen Material ist in der Waschbergzone und dem Kura Becken gegenüber dem nordalpinen Vorlandbecken und dem Rioni Becken erhöht. In letzteren überwiegt der Anteil marinen organischen Materials.

Details

Titel in ÜbersetzungKohlenwasserstoffpotential von eozänen und oligo-/miozänen Muttergesteinen in der Paratethys
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDr.mont.
Gradverleihende Hochschule
Betreuer/-in / Berater/-in
StatusVeröffentlicht - 2018