Mineralogy and Mineral Chemistry of Polyphase Au-Ag-As-Cu-Bi Mineralization at Rotgülden, Austria

Publikationen: Thesis / StudienabschlussarbeitMasterarbeit

Organisationseinheiten

Abstract

Rotgülden ist die größte bekannte Au-Ag-As-Cu-Bi Lagerstätte im östlichen Tauern Fenster und gehört einer außergewöhnlichen Art von Goldvererzungen innerhalb der Hohen Tauern an. Die Lagerstätte befindet sich innerhalb der Silbereck Serie und der Brennkogel Formation, in welchen es teilweise zur Ausbildung von massiven Verdrängungserzkörpern kam. Diese Erzkörper sind an eine große alpine Faltenstruktur gebunden. Innerhalb des Dolomitmarmores (Silbereck Serie) und der Kalk- und Schwarzschiefer (Brennkogel Formation) können fünf Mineralisationstypen unterschieden werden: (1) Pyrit-reiches Stockwerkerz im Dolomitmarmor und im Liegenden der Hauptvererzung, (2) Pyrrhotin-reiches Massiverz innerhalb von Kalkschiefern, (3) Arsenopyritreiches Massiverz im kalkigen Schwarzschiefer nahe einer großen Faltenstruktur, (4) Chalkopyritreiches Massiverz innerhalb der Schwarzschiefer nahe der Faltenstruktur, (5) Disseminationserz gebunden an Kalkschiefer hangend des Haupterzkörpers. Die Erzminerale dieser Mineralisatiopnstypen bildeten sich während verschiedener paragenetische Stadien: Phase I) Hauptsulfid- Stadium mit der Bildung von Pyrrhotin, Pyrit, und Arsenopyrit (375° - 425°), Phase II) Gold und Sulfosalz Stadien (Phase II-a und II-b) bei denen hauptsächlich gediegenes Gold, verschiedene Sulfosalze und Chalkopyrit unter länger andauernden, retrograden Bedingungen gebildet wurden, Phase III) Niedrigtemperatur Phase, von der zum Einen Gold, Bismut, Typ 2 Sulfosalze und Pyrrhotin betroffen und verändert wurden und zum Anderen in welcher es zur Bildung von Silbermineralen in Mikrorissen kam. Um die Bildungsbedingungen der einzelnen Mineralisationen abzuschätzen, wurden Chlorit und Arsenopyrit als Geothermometer und Sphalerit als Geobarometer verwendet. Die Arsenopyrit-Thermometrie lieferte Temperaturen zwischen 310° und 505°C für die Bildungsphasen I und II. Die Chlorit-Thermometrie ergab Temperaturen von 275° bis 655°C, wobei diese hohen Temperaturen geologisch betrachtet sinnlos sind. Durch die Sphalerit- Barometrie ergaben sich Drücke von 1,4 bis 1,7 kbar. Gold taucht in verschiedenen Mineralassoziationen auf, ist jedoch hauptsächlich mit Chalkopyrit und Sulfosalzen verwachsen. Generell zeigt das Gold hohe Silbergehalte (40 - 70 at.% Ag), aber auch höhere Goldkonzentrationen (>70 at.% Au) konnten in den Kernen einiger Körner nachgewiesen werden. Die chemische Zonierung der Goldkörner kann mittels dreier Wachstumsstadien erklärt werden, bei denen der graduelle Abfall des Au/Ag Verhältnisses zum Rand hin, auf einen Anstieg der Ag-Aktivität während der Abkühlungsphase hindeutet. Die Goldmineralisationen sind im Allgemeinen mit Ag-Bi-Pb-Sulfosalzen und Chalkopyrit assoziiert. Die Sulfosalze treten in drei verschieden Assoziationen auf: Typ 1 Sulfosalze zeigen symplektitische Verwachsungen, Typ 2 Sulfosalze haben eine prismatische Ausbildungsform und Typ 3 Sulfosalze treten in Zerfalls- und Reaktionssstrukturen auf. Die untersuchten Sulfosalze gehören der Galenit-Matildit Mischungsreihe, der Lillianit und Pavonit Homologen Serie ebenso wie Ag-Cu-reichen Sulfosalzen an.

Details

Titel in ÜbersetzungMineralogie und Mineralchemie der mehrphasigen Au-Ag-As-Cu-Bi Vererzung in der Goldlagerstätte Rotgülden, Österreich
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
Betreuer/-in / Berater/-in
Datum der Bewilligung23 Mär 2018
StatusVeröffentlicht - 2018