Sedimentological, biostratigraphical and diagenetic studies on Hallstatt Mélanges in the Dinarides and the Northern Calcareous Alps

Publikationen: Thesis / StudienabschlussarbeitMasterarbeit

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Abstract

Die Genese und Altersdarstellung der Mélangen im westserbischen Dinarischen Ophiolith-Gürtel ist entscheidend für die paläogeographische Anbindung der Dinariden an andere Gebirge. Die Beziehung des Gebietes zu den Ostalpen und Westkarpaten ist durch vielphasige Deformationsprozesse überprägt. Der Dinarische Ophiolith- Gürtel setzt sich aus der karbonat-klastischen Mélange, die diese überlagernde ophiolitischen Mélange und dieser auflagernden Ophioliten zusammen. Untersuchungen zu Herkunftsgebiet, Alter und Zusammensetzung der karbonat-klastischen Mélange, die auch als Hallstatt Mélange bezeichnet wird, stellen einen Schwerpunkt dieser Masterarbeit dar. Dazu wurden im Gebiet Vodena Poljana im Zlatar Gebirge sowohl die Komponenten als auch die Matrix dieser Hallstatt Mélange biostratigraphisch und sedimentologisch untersucht. In der mitteljurassischen radiolaritischen Matrix sind größtenteils triassische Olistolithe eingebettet. Diese triassischen Komponenten wurden am passiven Kontinentalhang der Adriatischen Platte gebildet, welcher nach Osten hin zum Neotethys Ozean abfiel. Während des Mitteljura fand vom Mittelozeanischen Rücken der Neotethys ausgehend eine Stapelung von Ophiolithen statt, welche im Verlauf der Einengung des Ozeans auf den adriatischen Kontinentalrand obduziert wurden. Gleichzeitig bildete sich während der Ophiolithstapelung die ophiolithische Mélange und später, während der Obduktion auf den Kontinentalhang, die karbonat-klastische Mélange aus. Die karbonat-klastische Mélange wird als synorogene Beckenfüllung vor dem sich nähernden Deckenstapel interpretiert. Die sedimentologischen und biostratigraphischen Ergebnisse dieser Arbeit manifestieren die hier dargestellte Genese der Mélangen. Der zweite Schwerpunkt dieser Masterarbeit liegt auf der Untersuchung einer möglichen Korrelation des Conodont Color Alteration Index (CAI) mit dem Quartz Crystallinity Index (QCI) im Diagenesebereich bis 200°C. Da im Westen Serbiens wenige Conodontenalterationsdaten zur Verfügung stehen, wird ein Analogon in den Nördlichen Kalkalpen herangezogen. Die meisten Proben stammen aus der Strubberg-Formation, einer Hallstatt Mélange ähnlichen Alters und ähnlicher Zusammensetzung wie jene in Vodena Poljana. Die QCI wurden anhand von Röntgendiffraktogrammen an Radiolariten bestimmt und mit publizierten CAI verglichen. Die Quarzkristallinitätswerte zeigen einen deutlichen Zusammenhang mit den Diagenesezonen, welche durch CAI Werte definiert sind. Zusätzlich werden verschiedene Einflussfaktoren und mögliche Fehlerquellen der QCI Bestimmung diskutiert und zuletzt auf die wirtschaftliche Bedeutung von kieseligen Sedimentgesteinen allgemein und den Nutzen des QCI näher eingegangen.

Details

Titel in ÜbersetzungSedimentologische, biostratigraphische und diagenetische Untersuchungen an Hallstatt Mélangen in den Dinariden und den Nördlichen Kalkalpen
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
Betreuer/-in / Berater/-in
Datum der Bewilligung27 Mär 2015
StatusVeröffentlicht - 2015