Technologien zur Nutzung von Wertstoff- und Energiepotentialen in LD-Konverterschlacken

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title = "Technologien zur Nutzung von Wertstoff- und Energiepotentialen in LD-Konverterschlacken",
abstract = "Zwei Drittel der weltweiten Rohstahlerzeugung erfolgt {\"u}ber die die Hochofen-Konverter-Route. Im Sauerstoffkonverter werden neben Kohlenstoff, Silizium und Phosphor auch Wertmetalle wie Chrom, Mangan und Eisen aus dem Roheisen entfernt. In diesem Artikel wird ein Verfahren beschrieben, das die M{\"o}glichkeit er{\"o}ffnen soll, diese in den Produktkreislauf r{\"u}ckzuf{\"u}hren. Die Aufgabenstellung dabei ist die Vermeidung der Bildung einer Verbindung aus Eisen und Phosphor zu Phosphiden, da diese bei Wiedereinsatz der Recyclingprodukte im H{\"u}ttenwerk zu einer Phosphoranreicherung im Rohstahl f{\"u}hren. In einem neuartigen Reaktorkonzept, welches am Lehrstuhl f{\"u}r Thermoprozesstechnik der Montanuniversit{\"a}t Leoben entwickelt wurde, ist die vollst{\"a}ndige R{\"u}ckgewinnung der Metalle mit gleichzeitiger Entfernung des Phosphors {\"u}ber die Gasphase m{\"o}glich. Dies basiert auf dem Prinzip des induktiven W{\"a}rmeeintrags {\"u}ber ein Grafitbett, welches eine gro{\ss}e Oberfl{\"a}che f{\"u}r Reduktionsreaktionen bietet. In einer diskontinuierlichen Vorversuchsreihe wurden sowohl eine optimierte Mischung aus LD-Schlacke und Schlackenbildnern wie auch die optimale Betriebstemperatur ermittelt. Folglich kann das Einsatzgemisch erfolgreich im kontinuierlichen Betrieb getestet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schlacke nach der Behandlung nahezu vollst{\"a}ndig frei von Eisen, Chrom und Phosphor ist.",
keywords = "Stahlwerksschlacke, Phosphorr{\"u}ckgewinnung, Schlackenreduktion, Metallr{\"u}ckgewinnung",
author = "Alexandra Holzer and Valentin Mally and Christoph Ponak and Stefan Windisch and Harald Raupenstrauch",
year = "2020",
month = may,
day = "25",
doi = "10.1007/s00501-020-00992-1",
language = "Deutsch",
volume = "165.2020",
pages = "302--307",
journal = "Berg- und h{\"u}ttenm{\"a}nnische Monatshefte : BHM",
issn = "0005-8912",
number = "7",

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TY - JOUR

T1 - Technologien zur Nutzung von Wertstoff- und Energiepotentialen in LD-Konverterschlacken

AU - Holzer, Alexandra

AU - Mally, Valentin

AU - Ponak, Christoph

AU - Windisch, Stefan

AU - Raupenstrauch, Harald

PY - 2020/5/25

Y1 - 2020/5/25

N2 - Zwei Drittel der weltweiten Rohstahlerzeugung erfolgt über die die Hochofen-Konverter-Route. Im Sauerstoffkonverter werden neben Kohlenstoff, Silizium und Phosphor auch Wertmetalle wie Chrom, Mangan und Eisen aus dem Roheisen entfernt. In diesem Artikel wird ein Verfahren beschrieben, das die Möglichkeit eröffnen soll, diese in den Produktkreislauf rückzuführen. Die Aufgabenstellung dabei ist die Vermeidung der Bildung einer Verbindung aus Eisen und Phosphor zu Phosphiden, da diese bei Wiedereinsatz der Recyclingprodukte im Hüttenwerk zu einer Phosphoranreicherung im Rohstahl führen. In einem neuartigen Reaktorkonzept, welches am Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik der Montanuniversität Leoben entwickelt wurde, ist die vollständige Rückgewinnung der Metalle mit gleichzeitiger Entfernung des Phosphors über die Gasphase möglich. Dies basiert auf dem Prinzip des induktiven Wärmeeintrags über ein Grafitbett, welches eine große Oberfläche für Reduktionsreaktionen bietet. In einer diskontinuierlichen Vorversuchsreihe wurden sowohl eine optimierte Mischung aus LD-Schlacke und Schlackenbildnern wie auch die optimale Betriebstemperatur ermittelt. Folglich kann das Einsatzgemisch erfolgreich im kontinuierlichen Betrieb getestet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schlacke nach der Behandlung nahezu vollständig frei von Eisen, Chrom und Phosphor ist.

AB - Zwei Drittel der weltweiten Rohstahlerzeugung erfolgt über die die Hochofen-Konverter-Route. Im Sauerstoffkonverter werden neben Kohlenstoff, Silizium und Phosphor auch Wertmetalle wie Chrom, Mangan und Eisen aus dem Roheisen entfernt. In diesem Artikel wird ein Verfahren beschrieben, das die Möglichkeit eröffnen soll, diese in den Produktkreislauf rückzuführen. Die Aufgabenstellung dabei ist die Vermeidung der Bildung einer Verbindung aus Eisen und Phosphor zu Phosphiden, da diese bei Wiedereinsatz der Recyclingprodukte im Hüttenwerk zu einer Phosphoranreicherung im Rohstahl führen. In einem neuartigen Reaktorkonzept, welches am Lehrstuhl für Thermoprozesstechnik der Montanuniversität Leoben entwickelt wurde, ist die vollständige Rückgewinnung der Metalle mit gleichzeitiger Entfernung des Phosphors über die Gasphase möglich. Dies basiert auf dem Prinzip des induktiven Wärmeeintrags über ein Grafitbett, welches eine große Oberfläche für Reduktionsreaktionen bietet. In einer diskontinuierlichen Vorversuchsreihe wurden sowohl eine optimierte Mischung aus LD-Schlacke und Schlackenbildnern wie auch die optimale Betriebstemperatur ermittelt. Folglich kann das Einsatzgemisch erfolgreich im kontinuierlichen Betrieb getestet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schlacke nach der Behandlung nahezu vollständig frei von Eisen, Chrom und Phosphor ist.

KW - Stahlwerksschlacke

KW - Phosphorrückgewinnung

KW - Schlackenreduktion

KW - Metallrückgewinnung

U2 - 10.1007/s00501-020-00992-1

DO - 10.1007/s00501-020-00992-1

M3 - Artikel

VL - 165.2020

SP - 302

EP - 307

JO - Berg- und hüttenmännische Monatshefte : BHM

JF - Berg- und hüttenmännische Monatshefte : BHM

SN - 0005-8912

IS - 7

ER -