The genetic model of the Hohentauern/Sunk sparry magnesite deposit (Eastern Alps/Austria)

Publikationen: Thesis / StudienabschlussarbeitDissertationForschung

Abstract

Die Veitscher Decke (Vise-Oberkarbon) in der Grauwackenzone (Ostalpen/Österreich) ist die Typuslokalität des "Veitsch-Typ" Spatmagnesites. Die Spatmagnesitlagerstätte von Hohentauern/Sunk liegt an der strukturellen Basis der Veitscher Decke. Der lagenförmige Magnesit zeigt verschiedene metasomatische Strukturen am Kontakt zu den karbonatischen Wirtsgesteinen mit unterschiedlichen sedimentären und diagenetischen Texturen. Die Spatmagnesitlagerstätte Hohentauern/Sunk zeichnet sich durch Pinolit, Rosetten und gebänderte (Zebra) Texturen aus. Der Magnesit enthält irregulär verteilt submikroskopische Dolomitrelikte und evaporitische Mineralien (Sylvin). Der Magnesitbildung folgten mehrere Generationen von Dolomit. Der Großteil der Spatmagnesite hat im Vergleich zur idealen Magnesitzusammensetzung niedrigere MgO- und höhere CaO Gehalte. Das erhöhte CaO/MgO-Verhältnis ergibt sich aus submikroskopischen Dolomitrelikten und verschiedenen Arten von spätigem Dolomit der Magnesitredolomitisation. Die Konzentrationen einiger Spurenelemente zeigen eine Meerwasser/evaporitische Herkunft der magnesitbildenden Lösungen bei der Mg2+-Metasomatose. In der Lagerstätte Hohentauern/Sunk zeigt der Spatmagnesit geringe LSEE/SSEE-Verhältnisse, eine LSEE-Abreicherung und eine negative Ce-Anomalie. Die 18O- und 13C-Werte sind ident mit den für Spatmagnesit aus der Grauwackenzone bekannten Werten. Sie überlappen mit Werten für Magnesit, der durch matasomatiche Verdrängung aus Dolomit gebildet wurde. Die 87Sr/86Sr-Verhältnisse isolierter Magnesit-Kristalle sind variabel. Grund dafür sind die mehrphasige Mineralisationgeschichte sowie submikroskopische Dolomitrelikte bzw. Redolomitisierung entlang von Spaltrissen und Klüften. Deshalb ist das 87Sr/86Sr-Verhältnis für die Magnesitbildung nur von untergeordneter Aussagekraft. Allerdings zeigen Nd-Sr-Isotope, dass die mineralisierende Lösung durch die Kruste migrierte. Die Zusammensetzung der Flüssigkeitseinschlüsse im Spatmagnesit entspricht einer hochsalinaren, Mg-reichen Lösung, die die dolomitischen Protolite umgewandelt hat. 147Sm/144Nd-Daten von Pinolitmagnesiten weisen auf einen oberkarbonen-unterpermischen Zeitbereich. Alle geologischen, petrographischen und geochemischen Daten der Spatmagnesitlagerstätte Hohentauern/Sunk zeigen eine diagenetische Dolomitisation der karbonatischen Wirtsgesteine und eine epigenetische Bildung der Magnesitlagerstätte über die metasomatische Umwandlung eines dolomitischer Protolithe durch Mg-reiche Lösungen. Das Alter der Lagerstättenbildung ist jedoch nach wie vor Gegenstand intensiver Diskussion.

Details

Titel in ÜbersetzungDas genetische Modell der Spatmagnesitlagerstätte Hohentauern/Sunk (Ostalpen/Österreich)
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDr.mont.
Betreuer/-in / Berater/-in
StatusVeröffentlicht - 2009