Entwässerung von teilweise zementhältigen Suspensionen – von der Rohgutcharakterisierung bis zur Anlagenumsetzung auf der Baustelle

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Entwässerung von teilweise zementhältigen Suspensionen – von der Rohgutcharakterisierung bis zur Anlagenumsetzung auf der Baustelle. / Böhm, Andreas; Schachinger, Tobias; Palla, Reinhold; Koinig, Josef; Herzeg, Thomas.

In: Berg- und hüttenmännische Monatshefte : BHM, Vol. 164.2019, No. 8, 30.07.2019, p. 316-326.

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title = "Entw{\"a}sserung von teilweise zementh{\"a}ltigen Suspensionen – von der Rohgutcharakterisierung bis zur Anlagenumsetzung auf der Baustelle",
abstract = "Im Baulos 60.3 – St. Kanzian der Koralmbahn liegen die beiden Tunnelbauwerke Untersammelsdorf und Srejach in glazialen Stillwassersedimenten („Seeton“). F{\"u}r die Errichtung waren zur Verg{\"u}tung des anstehenden Bodens umfangreiche Spezialtiefbauma{\ss}nahmen als Kombination von Bohrpf{\"a}hlen und D{\"u}senstrahlverfahren (DSV) erforderlich.In den Jahren 2008–2009 wurde durch die {\"O}BB im Nahbereich der sp{\"a}teren Tunnelbauwerke als eigene Bauma{\ss}nahme das Versuchsfeld Untersammelsdorf errichtet.Damit sollten f{\"u}r die Bauausschreibung und sp{\"a}tere Herstellung der Tunnelbauwerke Erkenntnisse zu erreichbaren Eigenschaften (v. a. Durchmesser und Druckfestigkeit) des DSV-K{\"o}rpers in den Stillwassersedimenten sowie zur Menge, Beschaffenheit und Entw{\"a}sserbarkeit des systembedingten R{\"u}cklaufs (einer Suspension aus Wasser, gel{\"o}stem Boden und Bindemittel in wechselnden Anteilen) gewonnen werden.Ein Ergebnis war, dass der R{\"u}cklauf nur durch Schwerkraft alleine – wie sonst bei zahlreichen Spezialtiefbauma{\ss}nahmen {\"u}blich – praktisch nicht entw{\"a}sserbar ist.Aus diesem Grund wurden zusammen mit dem Lehrstuhl f{\"u}r Aufbereitung und Veredlung der Montanuniversit{\"a}t Leoben in einem systematischen Untersuchungsprogramm vom Labor bis zum Pilotversuch die f{\"u}r die Auswahl von geeigneten Entw{\"a}sserungsapparaten notwendigen Parameter der Suspension (Feststoffanteil, Viskosit{\"a}t, Filtrationswiderstand) und des Feststoffes in seinem K{\"o}rnungs- und mineralogischen Aufbau erarbeitet. Nicht nur die Schwankung im Feststoffanteil und K{\"o}rnungsanteil, sondern auch die bauvorhabenbedingte Vermischung mit Zement war zu ber{\"u}cksichtigen. Der Einfluss des Zementes, w{\"a}hrend der Entw{\"a}sserung und im Sediment von Schwer- und Fliehkraftentw{\"a}sserung und im Filterkuchen wird erl{\"a}utert. Der Vorschlag zum stufenweisen Aufbau des Entw{\"a}sserungssystems, wie er Eingang in die Rohbauausschreibung gefunden hat, wird der Bauausf{\"u}hrung durch die ausf{\"u}hrenden Firmen gegen{\"u}bergestellt.",
keywords = "Untersammelsdorf, Srejach, Seeton, D{\"u}senstrahlverfahren, R{\"u}cklauf, Entw{\"a}sserung, Kammerfilterpresse, Dekanter",
author = "Andreas B{\"o}hm and Tobias Schachinger and Reinhold Palla and Josef Koinig and Thomas Herzeg",
year = "2019",
month = jul,
day = "30",
doi = "https://doi.org/10.1007/s00501-019-0884-3",
language = "Deutsch",
volume = "164.2019",
pages = "316--326",
journal = "Berg- und h{\"u}ttenm{\"a}nnische Monatshefte : BHM",
issn = "0005-8912",
number = "8",

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TY - JOUR

T1 - Entwässerung von teilweise zementhältigen Suspensionen – von der Rohgutcharakterisierung bis zur Anlagenumsetzung auf der Baustelle

AU - Böhm, Andreas

AU - Schachinger, Tobias

AU - Palla, Reinhold

AU - Koinig, Josef

AU - Herzeg, Thomas

PY - 2019/7/30

Y1 - 2019/7/30

N2 - Im Baulos 60.3 – St. Kanzian der Koralmbahn liegen die beiden Tunnelbauwerke Untersammelsdorf und Srejach in glazialen Stillwassersedimenten („Seeton“). Für die Errichtung waren zur Vergütung des anstehenden Bodens umfangreiche Spezialtiefbaumaßnahmen als Kombination von Bohrpfählen und Düsenstrahlverfahren (DSV) erforderlich.In den Jahren 2008–2009 wurde durch die ÖBB im Nahbereich der späteren Tunnelbauwerke als eigene Baumaßnahme das Versuchsfeld Untersammelsdorf errichtet.Damit sollten für die Bauausschreibung und spätere Herstellung der Tunnelbauwerke Erkenntnisse zu erreichbaren Eigenschaften (v. a. Durchmesser und Druckfestigkeit) des DSV-Körpers in den Stillwassersedimenten sowie zur Menge, Beschaffenheit und Entwässerbarkeit des systembedingten Rücklaufs (einer Suspension aus Wasser, gelöstem Boden und Bindemittel in wechselnden Anteilen) gewonnen werden.Ein Ergebnis war, dass der Rücklauf nur durch Schwerkraft alleine – wie sonst bei zahlreichen Spezialtiefbaumaßnahmen üblich – praktisch nicht entwässerbar ist.Aus diesem Grund wurden zusammen mit dem Lehrstuhl für Aufbereitung und Veredlung der Montanuniversität Leoben in einem systematischen Untersuchungsprogramm vom Labor bis zum Pilotversuch die für die Auswahl von geeigneten Entwässerungsapparaten notwendigen Parameter der Suspension (Feststoffanteil, Viskosität, Filtrationswiderstand) und des Feststoffes in seinem Körnungs- und mineralogischen Aufbau erarbeitet. Nicht nur die Schwankung im Feststoffanteil und Körnungsanteil, sondern auch die bauvorhabenbedingte Vermischung mit Zement war zu berücksichtigen. Der Einfluss des Zementes, während der Entwässerung und im Sediment von Schwer- und Fliehkraftentwässerung und im Filterkuchen wird erläutert. Der Vorschlag zum stufenweisen Aufbau des Entwässerungssystems, wie er Eingang in die Rohbauausschreibung gefunden hat, wird der Bauausführung durch die ausführenden Firmen gegenübergestellt.

AB - Im Baulos 60.3 – St. Kanzian der Koralmbahn liegen die beiden Tunnelbauwerke Untersammelsdorf und Srejach in glazialen Stillwassersedimenten („Seeton“). Für die Errichtung waren zur Vergütung des anstehenden Bodens umfangreiche Spezialtiefbaumaßnahmen als Kombination von Bohrpfählen und Düsenstrahlverfahren (DSV) erforderlich.In den Jahren 2008–2009 wurde durch die ÖBB im Nahbereich der späteren Tunnelbauwerke als eigene Baumaßnahme das Versuchsfeld Untersammelsdorf errichtet.Damit sollten für die Bauausschreibung und spätere Herstellung der Tunnelbauwerke Erkenntnisse zu erreichbaren Eigenschaften (v. a. Durchmesser und Druckfestigkeit) des DSV-Körpers in den Stillwassersedimenten sowie zur Menge, Beschaffenheit und Entwässerbarkeit des systembedingten Rücklaufs (einer Suspension aus Wasser, gelöstem Boden und Bindemittel in wechselnden Anteilen) gewonnen werden.Ein Ergebnis war, dass der Rücklauf nur durch Schwerkraft alleine – wie sonst bei zahlreichen Spezialtiefbaumaßnahmen üblich – praktisch nicht entwässerbar ist.Aus diesem Grund wurden zusammen mit dem Lehrstuhl für Aufbereitung und Veredlung der Montanuniversität Leoben in einem systematischen Untersuchungsprogramm vom Labor bis zum Pilotversuch die für die Auswahl von geeigneten Entwässerungsapparaten notwendigen Parameter der Suspension (Feststoffanteil, Viskosität, Filtrationswiderstand) und des Feststoffes in seinem Körnungs- und mineralogischen Aufbau erarbeitet. Nicht nur die Schwankung im Feststoffanteil und Körnungsanteil, sondern auch die bauvorhabenbedingte Vermischung mit Zement war zu berücksichtigen. Der Einfluss des Zementes, während der Entwässerung und im Sediment von Schwer- und Fliehkraftentwässerung und im Filterkuchen wird erläutert. Der Vorschlag zum stufenweisen Aufbau des Entwässerungssystems, wie er Eingang in die Rohbauausschreibung gefunden hat, wird der Bauausführung durch die ausführenden Firmen gegenübergestellt.

KW - Untersammelsdorf, Srejach, Seeton, Düsenstrahlverfahren, Rücklauf, Entwässerung, Kammerfilterpresse, Dekanter

U2 - https://doi.org/10.1007/s00501-019-0884-3

DO - https://doi.org/10.1007/s00501-019-0884-3

M3 - Artikel

VL - 164.2019

SP - 316

EP - 326

JO - Berg- und hüttenmännische Monatshefte : BHM

JF - Berg- und hüttenmännische Monatshefte : BHM

SN - 0005-8912

IS - 8

ER -