Thermodynamische Modellierung der Schlackenfahrweise in der Sekundärmetallurgie

Research output: Chapter in Book/Report/Conference proceedingConference contribution

Organisational units

External Organisational units

  • Stahlwerk Marienhütte
  • K1-MET GmbH; Stahlstraße 14; Linz, 4020, Austria

Abstract

Traditionell findet zur Entschwefelung in der Sekundärmetallurgie Kalk seine Verwendung. Die Ausscheidung von festem Dikalziumsilikat sowie die Kalksättigung erhöhen die Viskosität der Schlacke. Der Einsatz von Flussmitteln führt zu einer Abnahme der Schlackenviskosität. Ein thermodynamisches Modell basierend auf Gleichgewichts-berechnungen mit der Software FactSageTM soll den Schlackenweg sowie die Zusammensetzung der Schlacke vom Elektrolichtbogenofen bis zum Ende der Pfannenbehandlung simulieren. Dabei soll ein möglicher Unterschied zwischen der Verwendung von Flussspat (CaF2) sowie ohne diesen dargestellt werden.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Chargierung von flussspathaltigen Zuschlagstoffen zur Verminderung der Viskosität der Schlacke beiträgt, was sich positiv auf die Entschwefelungswirkung der Schlacke auswirkt. Beide Schlackenwege führen dennoch in das Zweiphasengebiet, in dem sich stabiles Dikalziumsilikat ausscheidet. Eine Alternative, um im flüssigen Einphasengebiet zu bleiben, wäre ausreichend Ferrosilizium zur Desoxidation zu chargieren, um den FeO-Gehalt zu senken. Als Folge der Oxidbildung würde der Silikaanteil geringfügig steigen. Eine Veränderung der Basizität beeinflusst aber wiederum die Entschweflung.

Details

Original languageGerman
Title of host publicationSchlacken-Symposium 2016
Subtitle of host publicationKreislaufwirtschaft stabil weiter entwickeln
Pages153-166
Number of pages14
Publication statusPublished - 13 Oct 2016
EventSchlackensymposium der Max Aicher Unternehmensgruppe - SGL Carbon GmbH, Meitingen, Germany
Duration: 13 Oct 201514 Oct 2016

Conference

ConferenceSchlackensymposium der Max Aicher Unternehmensgruppe
CountryGermany
CityMeitingen
Period13/10/1514/10/16